Nach dem eher durchschnittlichen Erfolg von “Soul Calibur IV” versucht Entwickler Namco Bandai mit Hilfe von verschiedenen anderen Entwicklern mit „Soul Calibur V“ die Serie wieder interessant zu machen. Dabei erhält die Serie nicht nur einen neuen grafischen Anstrich, sondern auch einen Sprung in die Zukunft, da das Spiel 17 Jahre nach den Ereignissen des letzten Teils der Serie spielt. Wir haben das Spiel gründlich durchgespielt und verraten, ob die Änderungen dem Spiel neues Leben einhauchen konnten.


A tale of two swords, eternally retold
Ein Element, das bei den letzten Teilen der Serie nicht besonders gut gelungen war, war die Story des Spiels. Glücklicherweise haben die Macher hier einiges verbessert und bringen einen richtigen Storymodus, bei dem es sich hauptsächlich um die beiden Kinder von Sophitia dreht. Seitdem Siegfried mit Soul Calibur erst einmal das böse Schwert Soul Edge bezwungen hat, sind 17 Jahre vergangen. Die Welt ist von sogenannten Malfested, böse besessene Menschen, überlaufen. Patrokolos, der jünger der beiden Geschwister, ist auf der Suche nach seiner älteren Schwester Pyrrha. Dabei trifft er schnell auf Siegfried, der eine Gruppe von Kämpfern anführt, die weiterhin versuchen sich gegen das Böse zu behaupten. Die Geschichte ist dabei für ein Prügelspiel durchaus nicht schlecht. Leider wird aber ein Großteil der Geschichte nicht in animierten Zwischensequenzen sondern nur in gemalten Bildern erzählt.

Neben dem Storymodus gibt es leider nur wenig für Einzelspieler zu tun. Man kann sich an einem Arcademodus versuchen, bei dem man gegen 6 Gegner kämpft, oder im Player Match gegen insgesamt 250 verschiedene Computergegner kämpfen und dadurch Titel freischalten. Nach dem Beenden des Storymodus schaltet man außerdem den Legendäre Seelenmodus frei, in dem man gegen extra schwere Gegner antreten muss. Nur wer wirklich gut im Spiel ist, hat hier eine Chance überhaupt den ersten Gegner zu besiegen. Leider fehlt ein Herausforderungsmodus, bei dem Gegner nur durch bestimmte Attacken verletzt werden kann, wie man ihn in den Vorgängern findet.

Online gibt es neben den typischen Modi wie Ranked Match und Player Match auch den Global Colloseo Modus, der halb Chatraum und halb Kampflobby ist und wo auch Turniere abgehalten werden. Besonders wenn man in einer Spielerlobby darauf warten selber dran zu sein, ist die Funktion interessant das Spielgeschehen etwas kleiner darzustellen und dafür lieber ein kleines Chatfenster zu haben, in dem sich die Spieler unterhalten können. Sofern die Verbindung zwischen den Spielern nicht allzu schlecht ist, laufen die Kämpfe nahezu lagfrei ab, was lobenswert ist.

Neue Kämpfer und alte Kämpfer in neuem Gewand
Bei „Soul Calibur V“ wurde das bisherige Charakterangebot ordentlich ausgemistet und so findet man nur noch ein wenig mehr als die Hälfte der Kämpferriege aus den Vorgängern bekannt. Doch keine Angst: Serienlieblinge wie Siegfried, Mitsurugi oder Voldo sind natürlich weiterhin mit dabei. Einige alte Kämpfer verstecken sich auch in den neuen Figuren, so kämpft beispielsweise der junge Xiba fast so wie Kilik oder Ninjamädel Natsu hat viel mit Taki gemein. Wirklich neu hinzugekommen sind hier aber Patrokolos und Pyrrha, von denen es sogar zwei verschiedene Versionen gibt, die unterschiedlich kämpfen, und die beiden Magier Z.W.E.I. und Viola. Außerdem gibt es auch noch die Endgegnerin Elysium, die aber schließlich ihre Waffen vor jeder Runde neu wählt. Aus „Assassin’s Creed“ stattet auch Ezio Auditore dem Spiel einen Gastbesuch ab.

Gefallen einem die vorgefertigten Charaktere nicht, kann man im serientypischen Charaktereditor auch seine eigenen Figuren erstellen. Im Gegensatz zu den Vorgängern klappt dieses deutlich besser als zuvor und so sehen die selbsterstellten Figuren sehr gut aus. Als weiteren Bonus schaltet man schnell auch Devil Jin aus „Tekken“ als zusätzlichen Kampfstil für den Charaktereditor frei, so dass man hier noch mehr Auswahlmöglichkeiten hat.

Fazit:
Spielerisch macht „Soul Calibur V“ eigentlich alles richtig. Es gibt eine ordentliche Anzahl an Kämpfern, die alle ihre eigenen Kampfstile bieten und so für spaßiges Gegeneinander sorgen. Leider ist der Einzelspielermodus aber wieder einmal sehr schwach ausgefallen, nach dem ca. 100 Minuten langen Storymodus kann man sich nur noch ein Zufallsbegegnungen und einem ultraharten Zusatzmodus versuchen. Zwar versucht der Onlinemodus vieles wieder wett zu machen und tatsächlich liegt wohl auch die Zukunft des Prügelspiels online, aber bei einem „Soul Calibur“ hätte ich hier mehr erwartet.

So ist „Soul Calibur V“ zwar spielerisch und storytechnisch eine Rückkehr zu alten besseren Tagen, aber inhaltlich bekommt man leider nicht besonders viel geboten. Schade eigentlich, denn zusätzliche Herausforderungen hätten dem Spiel noch ein wenig mehr Leben einhauchen können.



Bewertung
Gameplay : 88% Sound : 85% Grafik : 88% Steuerung : 86% Multiplayer : 80%
Gesamt-Bewertung


Erstellt am : 01.03.2012      Autor : Lasse Christiansen (gamers.de)          © EVO-X.DE & XBLIVE.DE
GAME-FACTS
Publisher : Namco
Entwickler : Project Soul
Release : 03.02.2012

Genre : Beat 'em Up
Player : 1-?
USK Einstufung

ab 16 Jahre
Homepage
namcobandaigames.eu
Titel : Soulcalibur V      Publisher : Namco      Release : 03.02.2012
Titel : Soulcalibur V      Publisher : Namco      Release : 03.02.2012
Titel : Soulcalibur V      Publisher : Namco      Release : 03.02.2012
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