Auch Super Stardust Delta ist einer der
günstigen Download-Titel zum Launch der PS Vita und schlägt mit nur
7,99€ zu Buche. Die Vita-Portierung von Super Stardust HD, welches
auf der Playstation 3 nicht zu Unrecht zahlreiche Fans gefunden hat,
dürfte auch auf der Vita gut ankommen. Ob zu Recht, erfahrt ihr
hier.
Worum geht’s?
Super Stardust Delta ist ein
klassischer „Twinstick Shooter“, in dem es insgesamt fünf
Planeten von Gesteinsbrocken und Bösewichten sauber zu halten gilt.
Das Ganze wird aus der Vogelperspektive gespielt, wobei ihr mit dem
linken Analogstick euer Schiff um den gesamten Planeten steuert und
mit dem rechten Stick eure Waffe abfeuert. Zudem lassen sich Specials
wie ein Boost, ein EMP-Angriff oder eine Art allesfressendes
schwarzes Loch aktivieren, wahlweise klassisch per Button oder über
den Six Axis Sensor durch Schütteln der Konsole. Feuert ihr auf die
herabfallenden Felsbrocken, zerlegt ihr diese in kleinere
Einzelteile, die wiederum zerstört werden müssen, bis nichts mehr
übrig ist, um Punkte und weitere Extras zu erhalten. Zudem erscheint
in regelmäßigen Abständen eine Welle von Gegnern, die ihr besiegen
müsst. Werdet ihr getroffen, zerlegt es euer Schiff. Wichtig ist
auch die Wahl der richtigen Waffe, zwischen denen ihr während des
Spiel (in Real-Time!) wechseln könnt. So sind rote Felsen durch eine
Feuer-, blaue hingegen durch eine Eiswaffe einfacher zu zerstören –
man kennt das Konzept beispielsweise von Ikaruga.
Das Ganze ist, wenig überraschend,
sehr hektisch, manchmal chaotisch, aber doch gerade deshalb auch so
spaßig und motivierend. Während ihr mit dem linken Stick permanent
auf der Hut sein müsst, um nicht versehentlich mit einem der
Steinsplitter zu kollidieren, wollen mit dem rechten Stick zugleich
die Gegner dezimiert werden, damit ihr Punkte kassiert. Hin und
wieder tauchen unerwartete Spezial-Items oder andere Objekte auf,
sodass keine Langeweile aufkommt. Das Prinzip ist simpel, doch nicht
zuletzt aufgrund der Highscore-Jagd über die Online-Ranglisten
zweifelsohne motivierend.
Modi
Neben dem eigentlichen „Story-Modus“,
der aus der erfolgreichen Bewältigung der fünf Planeten (inkl.
verschiedener Schwierigkeitsgrade) besteht, wartet das Spiel auch
noch mit paar Minispielen auf, in denen auch die verschiedenen
Steuerungsoptionen der Vita, wie der Touchscreen oder der Six
Axis-Sensor, verstärkt zum Einsatz kommen. Nicht so gut wie der
normale Modus, aber für zwischendurch ganz okay. Für die richtig
Begeisterten wartet im PSN auch direkt Nachschub darauf, zu eurer
Download-Liste hinzugefügt zu werden. Online stehen euch Ranglisten
zur Verfügung, sowohl weltweite als auch die eures Freundeskreises.
Steuerung
Wie bei anderen Titeln ist die
Verwendung der Vita-eigenen Steuerungsmöglichkeiten optional. Wer mag, greift
ausschließlich auf Buttons zurück, anderenfalls können etwa über
den Touchscreen sowie das Reartouchpad und ebenso durch Schütteln
der Vita Waffen aktiviert werden. Das klappt durchaus gut und stellt eine
sinnvolle Erweiterung der ursprünglichen Steuerung dar. Zudem könnt
ihr über den Neigungssensor den Blickwinkel beeinflussen, sodass ihr
ein wenig vorausschauend um den Planeten blicken und Gegnerschwärme
früher kommen sehen könnt. Insgesamt ist die Steuerung ziemlich
intuitiv, da primär die einmal mehr gut funktionierenden
Analog-Sticks der Vita im Fokus stehen.
Technik
Optisch ist Super Stardust Delta
wirklich hübsch anzusehen. Keine Sekunde vergeht ohne bunte
Explosionen, umherschwirrenden Sternenstaub, herannahende
Gegnerschwärme und fleißiges Laser-Feuer, und das Ganze, ohne dass
die Framerate dabei in die Knie geht. Sowohl hinsichtlich dieser
Optik als auch bezüglich des gesamten, immer recht hektischen
Spielgefühls, erinnert das Spiel deutlich an Titel wie etwa Geometry
Wars, hat diesem aber natürlich noch einiges voraus. Dazu
permanentes, in dem Kontext passendes Elektro-Gedudel und Super
Stardust hat euch schneller als geplant in seinen pulsierenden Bahn
gezogen und ihr erledigt eine Gegner-Welle nach der anderen.
Fazit
Super Stardust Delta ist einer der
Titel, die auf den ersten Blick nicht übermäßig spektakulär
erscheinen mögen und die es in vergleichbarer Form irgendwie für
jede Konsole gibt. Trotzdem ist man, sofern man für das Genre ein
bisschen was übrig hat, ziemlich schnell vom treibenden Puls des
Spiels gefangen und das permanent belohnende Gameplay-Konzept und der
Highscore-Kampf mit der eigenen Freundesliste lässt euch schnell
eine Runde nach der anderen spielen. Die 7,99€ sind wirklich
bestens investiert und wenn ihr neben Titeln wie Uncharted oder
WipEout noch ein perfektes „Zwischendurch-Spiel“ braucht, solltet
ihr Super Stardust Delta in jedem Fall ein, zwei Blicke gönnen.