Mit Unit 13 aus
dem Hause Zipper steht für die Vita ein reinrassiger
3rd-Person-Shooter vor der Tür, der Anfang März in Europa
erscheinen wird. Ob die neue Marke der SOCOM-Macher punkten kann oder
ihr lieber auf einen Ableger bekannterer Spiele-Serien warten
solltet, erfahrt ihr hier.
Das Gameplay
Anstelle einer
wirklichen Story bekommt ihr insgesamt 36 Missionen vorgesetzt, die
ihr nach und nach freischalten könnt und die mit einer Spieldauer
von, je nach Spielertyp, etwa 5 bis hin zu 25 Minuten aufwarten.
Dabei gilt es meist mehrere kleinere Ziele zu erledigen, etwa eine
bestimmte Person auszuschalten, einen Heliktoper in die Luft zu jagen
oder Informationen zu beschaffen.
Während ihr in einigen Missionen
brachial vorgehen und gnadenlos alles niederschießen könnt, was
euch in die Quere kommt, gilt es bei anderen möglichst unentdeckt zu
bleiben und alle Gegner, außer dem eigentlichen Ziel, zu verschonen.
Hier sind also Schleichen und bedächtiges Vorgehen gefragt!
Glücklicherweise stehen euch verschiedene Agenten zur Verfügung,
die sich etwa durch ein besonders schlagkräftiges Waffenarsenal oder
gute Tarn-Fähigkeiten auszeichnen. Insgesamt halten eure Alter Egos
relativ wenig aus, sodass ein taktisch kluges Vorgehen eher belohnt wird
als der Weg mit dem Kopf durch die Wand, der schnell mal im
virtuellen Ableben resultiert.
Für einzelne
Aktionen, etwa Kopfschüsse oder Treffer aus großer Distanz,
erhaltet ihr Extra-Punkte, die sich mit den Punkten für die
eigentlichen Aufgaben sowie Bonus-Punkten für ein besonders
schnelles Vorgehen und ein hohe Präzision summieren. Daraus
resultiert letztlich, wieviele Sterne ihr für eine Mission erhaltet
und damit ist die Highscore-Jagd dann auch schnell eröffnet und ihr
wiederholt Missionen diverse Male, um den idealen Lösungsweg zu
finden und die maximale Punktzahl zu erkämpfen.
Die Technik
Technisch
präsentiert sich Unit 13 solide, ohne grobe Schnitzer zwar, doch
sicherlich weit entfernt von Vorzeige-Titeln wie Uncharted oder
WipeOut. Die Schauplätze der Missionen beschränken sich auf rund
neun Settings und insbesondere Feuer- sowie Wassereffekte sehen eher
bescheiden aus. Dafür aber kommt das Spiel ohne große Ruckler aus.
Weniger überragend ist die KI der Gegner, die allzu schnell zum
Tagesgeschäft zurückkehren, nachdem ihr hinter einer Kiste
verschanzt habt. In der Hinsicht wäre auf jeden Fall noch Luft nach
oben.
Die Steuerung
funktioniert, vor allem dank der hervorragenden Analog-Sticks der
Vita, sehr gut und das Anvisieren klappt einwandfrei. Zudem ist der
Touchscreen sinnvoll eingebunden, ohne dabei allzu oft unnötig zum
Einsatz zu kommen.
Online-Modi
Neben der
Möglichkeiten, die eigenen Highscores mit denen anderer Spieler zu
vergleichen, habt ihr die Möglichkeit, Unit 13 online kooperativ mit
einem Freund zu spielen und so alle Missionen aus dem Story-Modus
auch gemeinsam zu erledigen. Zudem gibt es über den Online-Zugang
eine „Spezial-Mission“, die sich täglich ändert und bei der es
ebenfalls den Highscore-Thron zu erringen gilt. Das sorgt nach
Abschluss der 36 Missionen zumindest für einen gewissen
Wiederspielwert.
Fazit
Ich muss
gestehen, Olli hatte Recht. Unit 13 ist tatsächlich ein guter Titel
geworden, der mich schon so manche Stunde an die Vita binden konnte.
Die kurzen, knackigen Missionen mit ihrem durchaus variablen Gameplay
lassen schnell ein „eine geht noch“-Gefühl aufkommen. Auch
technisch macht das Spiel, trotz einer nicht unbedingt überragenden
Inszenierung, recht wenig falsch und bietet zudem ein paar positive
Online-Features, wie etwa die tägliche Highscore-Jagd in der
Spezial-Mission, mit der ihr auch über längere Zeit bei der Stange
gehalten werdet. Für mich der Geheimtipp zum Vita-Launch.