Endlich ist es soweit: Sony schickt mit Uncharted 3 den meist erwarteten Exklusiv-Titel des Jahres ins Rennen. Kann das Spiel die beiden grandiosen Vorgänger noch toppen? Der Test verrät es!
Darum geht es: In Uncharted 3 begibt sich unser Protagonist Drake gemeinsam mit seinem alten Kumpel Scully auf die Suche nach Iram, einer legendären und verschollenen Stadt im Nahen Osten. Auf den Spuren von Lawrence von Arabien und Sir Francis Drake, bereisen sie die ganze Welt und bekommen es natürlich auch mit einigen Schurken zu tun, namentlich Katerine Marlowe, der Anführerin eines Geheimkultes.
Das hat uns gut gefallen:
Toller Genremix: Verglichen mit den Vorgängern, ist das Spielprinzip von Uncharted 3 nahezu unverändert geblieben. Ihr folgt der spannenden Story, genießt die großartigen Zwischensequenzen und Dialoge und ballert, klettert und rätselt euch durch verschiedene Schauplätze der Erde. Aufgelockert wird das Ganze durch die typischen Quick-Time-Events und gescripteten Sequenzen.
Erhöhter Adventure-Anteil: Die Ähnlichkeiten zu den Indiana Jones-Filmen konnte man ja noch nie abstreiten, mit dem dritten Teil entwickelt sich die Serie aber noch mehr in diese Richtung. Der Adventure-Anteil ist nämlich nun bedeutend größer ausgefallen. Das Spiel ist an einigen Stellen deutlich ruhiger, die Umgebungen müssen erforscht werden und man bekommt es mit wesentlich mehr Rätseln zu tun, welche insgesamt auch viel kniffliger geworden sind. Gut, richtig schwierig sind sie dennoch nicht, für Abwechslung von den zahlreichen Ballersequenzen ist aber mehr als gesorgt.
Großartige Präsentation: Die absolute Stärke von Uncharted 3 ist zweifellos die geniale Präsentation. In Sachen Optik stimmt bei dem Spiel einfach alles. Die Umgebungen sind unfassbar detailverliebt, die Charaktere sind großartig animiert, die Effekte zählen plattformübergreifend zu den besten auf dem Konsolenmarkt und die Texturen sind natürlich auch extrem hochauflösend. Zudem kann man das Ganze auch noch in stereoskopischem 3D spielen, was will man mehr?
Umfangreicher Mehrspieler-Modus: Die SP-Kampagne des Spiels wird 10 – 15 Stunden in Anspruch nehmen, danach wartet ein enorm umfangreicher Mehrspieler-Modus auf euch. Im neuen Koop-Modus, den ihr sowohl on- als auch offline spielen könnt, löst ihr gemeinsam Rätsel und verteidigt euch vor Gegnerwellen, während der kompetitive Mehrspieler-Modus mit seinem Stufensystem und zahlreichen Perks für wochenlangen Spielspaß sorgt. Ihr seht schon, der Mehrspieler-Modus ist längst nicht nur eine nette Beigabe.
Geniale Vertonung: Uncharted 3 sieht nicht nur absolut großartig aus, sondern wurde auch sehr hochklassig vertont. Die Soundeffekte passen perfekt zum Spielgeschehen, der Soundtrack ist absolut auf Hollywood-Niveau und die Synchronsprecher leisten ebenfalls tolle Arbeit. Im Gegensatz zu den meisten Spielen ist sogar die deutsche Sprachausgabe wirklich gut gelungen, insgesamt hat die englische Variante natürlich trotzdem die Nase vorne.
Das hat uns nicht gefallen:
Spielerisch wenig Neues: Wenn man dem Spiel etwas ankreiden könnte, dann vielleicht den Mangel an neuen Spielideen, denn nennenswerte, neue Spielideen sucht man hier vergebens. Stattdessen setzen die Entwickler auf den altbewährten (und großartigen) Mix aus den Vorgängern.
Steuerung zum Teil nicht optimal: Es gibt viele Spieler, die bereits bei den Vorgängern mit der Kletter-Steuerung etwas unzufrieden waren, nun wird man allerdings das Gefühl nicht los, dass sich auch das Schießen schlechter steuern lässt, als in den Vorgängern. Naughty Dog hat allerdings bereits angekündigt, dies per Update anpassen zu wollen.
Fazit: Kurz und knapp: Uncharted 3 ist schlichtweg das beste Action-Adventure des Jahres geworden. Die Einzelspieler-Kampagne bietet eine spannende Story, großartige Charaktere und natürlich auch jede Menge Abwechslung, während das Spiel ansonsten aber auch noch über einen komplexen und umfangreichen Mehrspieler-Modus verfügt. Zu guter Letzt wäre da noch die wunderschöne Grafik, die es in dieser Form in bislang keinem anderen Videospiel gibt.