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Vor rund zwei Jahren erschien mit „Batman: Arkham Asylum“ eine Comic-Adaption, die viele Spieler überraschte, weil man von einer solch phänomenalen Qualität niemals ausgegangen wäre. Nun veröffentlichte Warner in Zusammenarbeit mit Rocksteady das Sequel „Batman: Arkham City“ und viele werden sich vermutlich die Frage stellen, ob man den glorreichen Vorgänger überhaupt noch übertreffen kann. Um es kurz zu machen: Ja, man kann.


Darum geht es: Die Ereignisse von „Arkham Asylum“ liegen inzwischen einige Jahre zurück und Bürgermeister Quincy Sharp, der ehemaliger Leiter des Gefängnis, hat beschlossen, eine ganze Gefängnis-Stadt zu errichten, wo die fiesen Superschurken, unter Beobachtung von ausreichend Sicherheitspersonal, tun können, was sie wollen. Bruce Wayne ist ein Verfechter dieser Lösung, weil er sie schlicht für zu unsicher und gefährlich hält, doch bevor er ausreichend dagegen ankämpfen kann, wird er selbst dorthin verschleppt und muss es dort mit allen namhaften Schurken aufnehmen. Der Leiter Hugo Strange stellt dabei vielleicht sogar seinen gefährlichsten Widersacher dar, denn nur er weiß, wer sich hinter wirklich Batman verbirgt.

Das hat uns gut gefallen:

Batman goes Open-World: Dadurch, dass das Spiel nicht mehr nur in einem Gefängnis, sondern einer riesigen Gefängnisstadt spielt, haben sich die Entwickler dafür entschieden, aus dem Titel ein Open-World-Spiel zu machen. Das Ganze erinnert nun an die „Assassins Creed“-Spiele und unser Protagonist kann sich in dem riesigen Gebiet frei bewegen und selbst entscheiden, ob er der Hauptstory folgen möchte oder lieber die Zeit mit Nebenmissionen und Riddler-Rätseln verbringt. Dank einer übersichtlichen Karte kommt es auch zu keinem Zeitpunkt zu Navigationsschwierigkeiten.

Tolles Kampfsystem und neue Gadgets: Das Freeflow-Kampfsystem scheint nun nochmals verfeinert worden zu sein, denn alles wirkt einfach einen Tick flüssiger und auch anspruchsvoller. Es ist nun noch wichtiger, Angriffe zu kontern, den richtigen Gegner zu attackieren und natürlich Gebrauch von nützlichen Gadgets zu machen. Neu ist hier z.B. die Rauchbombe, die euch im Kampf des Öfteren den Hintern retten wird. Ebenfalls neu dazugekommen sind die so genannten Gefriergranaten, die aus Wasser nützliche Eisplattformen erzeugen. Ansonsten verfügt Batman natürlich auch über das bekannte Arsenal aus dem Vorgänger, wie beispielsweise das Explosionsgel oder das Batarang.

Alle namhaften Schurken vertreten: Es ist wirklich unglaublich, wie viele bekannte Schurken aus dem Batman-Universum in diesem Spiel vertreten sind. Christopher Nolan würde daraus locker drei Filme drehen, Rocksteady packt den ganzen Stoff hingegen in ein einziges Spiel. Egal ob Joker, Two-Face, Catwoman, Poison Ivy, Mr. Freeze, Hugo Strange oder der Pinguin – alle Bösewichte sind dabei und lassen das Herz aller Batman-Fans höher schlagen.

Gigantischer Umfang: Wenn ihr euch ausschließlich auf die Hauptstory konzentriert, wird „Arkham City“ nach zehn bis zwölf Stunden beendet sein, beschäftigt ihr euch hingegen auch mit allen Nebenmissionen und Riddler-Rätseln (400 an der Zahl!), benötigt ihr drei bis vier Mal so viel Spielzeit. Kurz gesagt: Batman-Fans können sich problemlos über Monate hin mit dem Spiel beschäftigen.

Catwoman spielbar: Batman ist längst nicht mehr der einzig spielbare Charakter in „Batman: Arkham City“, stattdessen könnt ihr nun auch in die Rolle von Catwoman schlüpfen und mit ihr insgesamt vier Missionen abschließen. Sie spielt, steuert und bewegt sich völlig anders und bringt mit dem Charakterwechsel nochmals Abwechslung in das Spiel rein, obwohl das Spiel es gar nicht nötig gehabt hätte. Übrigens: Bald folgen mit Robin und Nightwing zwei weitere, spielbare Charaktere, die als DLC nachgereicht werden.

Unglaubliche Atmosphäre: Bei der Optik merkt man schnell, dass das grafische Grundgerüst, dank des Vorgängers, bereits stand und somit konnten sich die Entwickler viel mehr Zeit dafür nehmen, den Titel noch atmosphärischer zu gestalten und mehr Feinarbeit zu leisten. Mir persönlich fallen nur wenige Spiele ein, die so viel aus der Unreal3-Engine herausholen, vermutlich ist ansonsten nur Epic selbst in der Lage. Beide Konsolenversionen kommen übrigens mit einem überzeugenden 3D-Modus daher, welcher die Atmosphäre durch den Tiefeneffekt nochmals steigert.

Epische Vertonung: „Batman: Arkham City“ ist nicht nur optisch hervorragend gelungen, sondern kann auch in puncto Akustik vollends überzeugen. Die deutsche Synchronisation ist super gelungen, eure Heimkinoanlage wird ordentlich beansprucht und die musikalische Untermalung kann sogar fast mit den Hollywood-Verfilmungen mithalten.

Das hat uns nicht gefallen:

Kleinigkeiten: „Batman: Arkham City“ ist beängstigend nahe an der Perfektion, Kritikpunkte muss man daher mit der Lupe suchen und wird selbst damit kaum fündig. Letzten Endes handelt es sich bei den Kritikpunkten auch nur um Kleinigkeiten: Hin und wieder kommt es zu KI-Aussetzern, die Optikhat gelegentlich mit Treppchenbildung zu kämpfen, die an sich gute Synchronisation ist alles andere als lippensynchron und die Catwoman-Abschnitte sind zu kurz geraten (und erfordern einen Online-Pass) – ansonsten begeht das Spiel aber einfach keine Fehler!

Fazit:
Ich hätte ehrlich gesagt nicht gedacht, dass die Rocksteady  Studios den phänomenalen Erstling noch einmal toppen können, wurde dann aber doch (mal wieder) eines besseren belehrt. „Batman: Arkham City“ ist hübscher als der Vorgänger, dank der riesigen Spielewelt deutlich umfangreicher und kommt sogar mit der besseren Story daher. Die Jungs von Rocksteady haben hiermit ein beeindruckendes Gesamtpaket geschaffen, welches verdammt gute Chancen auf den Titel „Spiel des Jahres 2011“ hat. Was den eventuellen Nachfolger betrifft, habe ich einen Wunsch: Ich möchte mit dem Batmobil durch Gotham City düsen und den Bösewichten das Fürchten lehren. Der Titel „Batman: Gotham City“ wäre da doch ganz passend, oder nicht?




Bewertung
Gameplay : 95% Sound : 95% Grafik : 95% Steuerung : 95% Multiplayer : %
Gesamt-Bewertung


Erstellt am : 03.11.2011      Autor : Tim Berwian          © EVO-X.DE & XBLIVE.DE
GAME-FACTS
Publisher : Warner Bros.
Entwickler : Rocksteady Studios
Release : 21.10.2011

Genre : Action
Player : 1
USK Einstufung

ab 16 Jahre
Homepage
batmanarkhamcity.com
Titel : Batman: Arkham City      Publisher : Warner Bros.      Release : 21.10.2011
Titel : Batman: Arkham City      Publisher : Warner Bros.      Release : 21.10.2011
Titel : Batman: Arkham City      Publisher : Warner Bros.      Release : 21.10.2011
Titel : Batman: Arkham City      Publisher : Warner Bros.      Release : 21.10.2011
Titel : Batman: Arkham City      Publisher : Warner Bros.      Release : 21.10.2011
Titel : Batman: Arkham City      Publisher : Warner Bros.      Release : 21.10.2011
Titel : Batman: Arkham City      Publisher : Warner Bros.      Release : 21.10.2011
Titel : Batman: Arkham City      Publisher : Warner Bros.      Release : 21.10.2011
Titel : Batman: Arkham City      Publisher : Warner Bros.      Release : 21.10.2011
Titel : Batman: Arkham City      Publisher : Warner Bros.      Release : 21.10.2011
Titel : Batman: Arkham City      Publisher : Warner Bros.      Release : 21.10.2011
Titel : Batman: Arkham City      Publisher : Warner Bros.      Release : 21.10.2011
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