Das hat uns gut gefallen:
Riesiger Einzelspieler-Modus: Im Einzelspieler-Modus gibt es nun noch mehr zu entdecken. Die Anzahl der Rennveranstaltungen wurde von 220 auf satte 300 erhöht und dank des neuen, kompakteren Welttournee-Modus ist das Ganze auch sehr übersichtlich aufgebaut und zudem auch motivierender umgesetzt worden, da man sich bei jedem Rennen eine bestimmte Variante selbst aussuchen kann und mit unterschiedlichen Boni belohnt wird. Selbstverständlich können die Veranstaltungen aber auch unter gleichnamigem Menüpunkt manuell ausgewählt und absolviert werden. Dank der neu erworbenen Top Gear-Lizenz gibt es nun auch einige Veranstaltungen, die sich weniger ernst nehmen und alles etwas auflockern, wie beispielsweise das Auto-Bowling.
Verbessertes Fahrgefühl: Das Fahrgefühl von Forza 4 ist einfach phänomenal! Jeder Wagen fährt sich unterschiedlich, Änderungen am Wagen sind sofort spürbar und der Zustand der Strecke beeinflusst das Fahrgefühl ebenso wie beispielsweise der Reifenzustand. Hier merkt man, dass es sich um eine waschechte Simulation handelt, dank der bekannten Fahrhilfen ist das Spiel aber natürlich auch für Anfänger bestens geeignet.
Noch mehr Wagen verfügbar: So langsam macht Forza 4, auch was die Anzahl der Wagen betrifft, Gran Turismo 5 Konkurrenz, denn inzwischen beinhaltet das Spiel sage und schreibe 500 verschiedene Wagen von über 80 Herstellern. Im Gegensatz zu GT5 verfügt hier aber auch jeder einzelne Wagen über ein sehr detailliertes Cockpit. Schade ist allerdings, dass der Hersteller Porsche nicht vertreten ist, weil EA im Besitz der entsprechenden Lizenz ist. Hier muss man auf die Tuningspezialisten von RUF zurückgreifen. Ein richtiges Schadensmodell ist zwar nicht vorhanden, bei den meisten Wagen sind die Schäden aber deutlich erkennbar, einige wenige wiederum scheinen quasi unverwundbar zu sein.
Mehrere Wege, seiner Liebe zum Motorsport Ausdruck zu verleihen: Klar, das Hauptaugenmerk von Forza 4 liegt sicherlich auf den packenden Rennen, aber abgesehen davon gibt es auch hier wieder einiges zu erledigen. So kann man sich wieder viel Geld als Tuner, Lackierer oder Fotograf verdienen, falls einem die Ästhetik der Sportwagen am Herzen liegt.
Grandioser Online-Modus: Der Online-Modus von Forza 4 ist wieder enorm umfangreich und wird Rennsportsfans daher wieder über Monate, wenn nicht sogar Jahre beschäftigen. Im Auktionshaus kann man Autos, Designs und Setups verkaufen, die Onlinerennen sind mit bis zu 16 Fahrern spielbar und im neuen Rivalen-Modus gilt es, die Zeiten der Freunde zu unterbieten. Zudem kann man problemlos Herausforderungen an Freunde verschicken oder gemeinsam einem Club beitreten und sich hier sogar den Fuhrpark teilen. Besser geht es kaum.
Tolle KI: Bei der KI sind Verbesserungen der Entwickler deutlich erkennbar. Sie ist weit entfernt von einer Gummiband-KI, die Gegner verlassen oftmals auch die Ideallinie, drängen euch von der Strecken und begehen oft auch selbst einen Fehler.
So schön kann Motorsport sein: Auf den ersten Blick mag sich Forza Motorsport 4 optisch nur geringfügig von seinem Vorgänger unterscheiden, bei näherem Hinsehen wird aber recht schnell deutlich, dass die Wagenmodelle nochmals verbessert wurden, die Lichteffekte ein gutes Stück besser aussehen und auch abseits der Strecke nun einfach deutlich mehr los ist. Das Spiel läuft stets flüssig mit 60 fps und vermittelt ein atemberaubendes Geschwindigkeitsgefühl, lediglich an einem 3D-Modus mangelt es, aber dieser kann in Kürze ja problemlos nachgereicht werden.
Interessante Kinect-Features: Mit Forza Motorsport 4 beweist Turn 10 ziemlich eindrucksvoll, dass Kinect durchaus für eine bessere Spielerfahrung bei Hardcore-Titeln sorgen kann. Via Headtracking kann man sich per Kopfbewegung in seinem Cockpit umschauen und somit Kurven besser einschätzen, während die Sprachsteuerung im Menü einfach nur unglaublich praktisch ist und ebenfalls super funktioniert. Im Autovista-Modus kann man sich dank via Kinect-Steuerung gemütlich in seiner Garage umschauen und einige interessante Wagen näher betrachten. Insgesamt wurde Kinect hier also sehr sinnvoll eingesetzt, daran sollten sich einige Entwickler ein Beispiel nehmen!
Spieler des Vorgängers werden belohnt: Wer bereits Forza Motorsport 3 gespielt hat, wird zu Beginn des Spiels mit einigen netten Fahrzeugen belohnt. Welche Autos man aber genau erhält, hängt sowohl vom damals erreichten Fahrerlevel als auch eurer damaligen Garage ab.
Stimmiger Sound: Nicht nur die Grafik von Forza Motorsport 4 ist sehr beeindruckend, nein, auch akustisch kann das Spiel begeistern. Der Dolby Digital-Tonspur ist wuchtig, die Motorsounds sind realistisch und musikalisch wird man von gut aussortierten Elektroklängen begleitet. Dank der Top Gear-Lizenz wird der Spieler auch das gesamte Spiel über ein wenig von Jeremy Clarkson begleitet und dieser hat natürlich einige lustige, aber auch interessante Kommentare auf Lager.
Das hat uns nicht gefallen:
Keine Wettereffekte und Nachtrennen: Ganz ehrlich? Mir fällt es bei diesem Spiel ausgesprochen schwer, nennenswerte Contra-Punkte zu finden. Lediglich das Fehlen von Nachtrennen und Wettereffekten ist mir negativ aufgefallen. Vor allem auf Rennen bei Regen hätte ich mich gefreut, die Entwickler haben aber leider darauf verzichtet, weil die Leistung der XBOX 360 angeblich nicht ausreicht.
Keine Offroad-Events: Während es in Gran Turismo 5 problemlos möglich ist, auch Events abseits des Asphalts zu absolvieren, sind Events dieser Art leider nicht in Forza Motorsport 4 enthalten.
Fazit:
Forza Motorsport 4 ist ein Spiel, bei dem man Mankos mit der Lupe suchen muss. Es ist das Rennspiel mit der besten Karriere, dem coolsten Fuhrpark, der besten Grafik und natürlich der umfangreichsten Online-Anbindung.Ganz nebenbei kommt der Titel auch mit sehr interessanten (und sinnvollen) Kinect-Features daher. Kurz gesagt: Es gibt zurzeit keinen besseren Racer auf dem Markt und daher hat sich Forza Motorsport 4 die Höchstwertung redlich verdient!