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Im From Dust-Universum spielt man den sogenannten Odem, den Leitstern
der Stämme und das Ziel ist es, alle Gebiete zu bevölkern, indem man ein
Dorf bei jedem Totem errichtet. Also lernt man zunächst die
grundlegende Steuerung und schickt ein paar Schamanen auf den Weg.
Dieser Weg ist jedoch meist nicht passierbar oder, besser gesagt, gar
nicht vorhanden. Zum Glück stehen dem Spieler als Gott übernatürliche
Kräfte zur Verfügung, welche helfen die Oberfläche zu manipulieren. Ergo
„saugt“ man von einer anderen Stelle etwas Erde auf und schüttet diese
so aus, dass ein begehbarer Pfad entsteht. Man kann aber auch Wasser
umschöpfen oder mit Hilfe von Lava kleinere Berge bzw. Gebirge formen.
Wichtig ist, dass man jederzeit das gesamte Geschehen im Blick haben
muss, um den natürlichen Katastrophen Herr zu werden. So sollte es
besser nicht passieren, dass ein Dorf überschwemmt wird oder
niederbrennt. Zusätzlich erschwert wird das Spielgeschehen durch mehr
oder weniger regelmäßige meterhohe Tsunamiwellen und gewaltige
Vulkanausbrüche. Diese werden glücklicherweise angekündigt, auch wenn
der Timer erbarmungslos herunterrattert. In solchen Fällen gilt es
schnell zu Handeln und gewisse Vorbereitungen zu treffen. So kann man
zum Beispiel durch einen entlegenen magischen Stein das Dorf schützen
lassen, da dieser eine Art Kraftfeld aufbaut. Hat man am Ende alle
Totems eingenommen, darf man den nächsten Level aufsuchen. Im späteren
Verlauf hat man zusätzliche göttliche Fähigkeiten und kann Wasser für
eine kurze Zeit gefrieren und verdunsten lassen, Feuer löschen oder noch
mehr Material mit einmal aufnehmen. Als sekundäres Ziel gilt es, die
Oberfläche vollständig mit Natura zu bepflanzen und Boni zu finden.
Dadurch werden kleinere, aber recht knackige Aufgaben in einem extra
Herausforderungsmodus freigeschaltet.
Für ein Arcade Spiel bekommt man optisch einiges auf die Augen. Das
liegt nicht nur an der hübschen Präsentation und den zeitgemäßen
Effekten, sondern vor allem an der realistischen Darstellung der Fluide.
Was es vor einigen Jahren nur in irgendwelchen Techdemos zu sehen gab,
zeigt From Dust in Echtzeit (auch wenn vermutlich fast die komplette
Leistung der XBox in Anspruch genommen wird). Dabei bedient man sich
eigentlich „nur“ der Gesetze der Schwerkraft, frei nach dem Motto, dass
sich das Wasser (bzw. die Lava) immer seinen/ihren Weg sucht. Das
Besondere dabei ist, dass es sich nicht nur um eine rein visuelle
Darstellung handelt, sondern dieses Element voll und ganz ins Gameplay
fließt. Man leitet Flüsse um, lässt Becken füllen, welche natürlich
irgendwann überlaufen, Lavagestein setzt sich ab und überwindet die
errichteten Barrikaden des Spielers. Es ist auch erstaunlich, dass es
quasi unendlich viele Wege gibt, das Spiel zu meistern, da jeder ein
klein wenig anders vorgehen wird. Von daher kann man nur den Hut für das
wirklich gelungene Balancing ziehen. Untermalt wird die Atmosphäre
durch leichten Ambientsound, welcher hin und wieder mit Buschtrommeln
(besonders in Gefahrensituationen) ergänzt wird. Jedoch hält sich dieser
größtenteils vorsichtig im Hintergrund.
In den 10 Stunden Spieldauer bekommt man ein teilweise angenehm ruhiges,
teilweise auch bösartig stressiges, aber vor allem sehr gutes
Strategieerlebnis. Für den Nachfolger wären ein Coop-Modus und ein
Editor mit Sharefunktionen wünschenswert. Dennoch überzeugen Technik,
Umfang und Gameplay voll und ganz. Jeder, der ein kleines Faible für
Sandkästen hat, sollte From Dust auf jeden Fall einmal ausprobieren.
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