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Die rosigen Zeiten sind vorbei: Dein Mentor wurde von deinen Rivalen angeschossen, sie haben dein Stadtviertel übernommen und du hast keinen Grund fair zu spielen. Das einzige was dir bleibt ist ein PS-starkes Fahrzeug und ein schiesswütiger Beifahrer, der mit einer von 14 geklauten Waffen hantiert. Du befindest dich mitten im Spielgeschehen von Ubisofts 187 – Ride or Die und suchst nichts als Rache.


Knarren und Karren

Die Story von „187 – Ride or Die“ ähnelt denen von Midnight Club 3 oder GTA San Andreas. Der Spieler tritt in die Rolle eines Fahrers, der im Auftrag seines Bosses Dupree ein Stadtviertel mit allen Mitteln und Wegen verteidigen muss. Die Mittel und Wege, die man sich zu eigen macht, sind einfach: In illegalen Straßenrennen tritt man gegen Gangs anderer Stadtviertel an. Als besonderer Rivale dabei gilt für euch Erzfeind Cortez, der eurem Boss neun Kugeln verpasst hat und nichts lieber tun würde als euer Stadtviertel zu übernehmen. Aber nicht nur fahren müsst ihr können: Auf den Straßen der Stadt findet ihr Power-Ups in Form Waffen , aber auch Medi-Packs die euer Überleben sichern. So könnt ihr euren Gegnern mit der Uzi oder dem Maschinengewehr während der Fahrt ein bisschen Blei verpassen und aus dem Rennen katapultieren.


Am Anfang wirkt das Spielgeschehen etwas schnell und kompliziert, aber nach einer kurzen Eingewöhnungszeit lassen sich die Kurven auch als Anfänger mit einem gelungenen Drift nehmen. Die bereits getunten Fahrzeuge sind natürlich mit einem Boost ausgestattet, so lässt sich der Feind im Feuergefecht oder Beschleunigungskampf per Knopfdruck abhängen. Am Anfang macht das Spiel dem Spieler eine Menge Spaß, der aber auf die Dauer abflaut, weil zu eintönig und damit langweilig. Obwohl die Missionen verschiedene Spielmodi enthalten, wie zum Beispiel Verfolgungsjagden mit der Polizei oder Arenenkämpfe á la Destruction Derby, bekommt man nur wenig Abwechslung zum Gangsteralltag geboten. Die einzige Motivation, die dem Spieler in rund acht Spielstunden bleibt, ist das Freischalten von 30 Fahrzeugen und vielen Charakteren.

Das Lenkrad fest im Griff…

Die Steuerung von 187 – Ride or Die ist rennspieltypisch. Mit den beiden Triggern beschleunigt und bremst man, mit der A-Taste wird der Turbo eingesetzt. Eine Handbremse fehlt, die wird aber auch nicht benötigt, da das Spiel relativ arcadelastig gesteuert wird. Die Kurven kratzt man fast ohne zu bremsen und selbst eine Kollision ist nicht besonders tragisch. Für die Bedienung der Waffen hätte ich mir eine bessere Umsetzung gewünscht. Es gibt im Singleplayer-Modus lediglich eine Unterteilung der Schussvarianten. Mit der X-Taste feuert man nach vorne, per B-Taste geht der Schuss sprichwörtlich nach hinten los. Im Koop-Modus ist das Ganze schon besser umgesetzt. Der Spieler am Geschütz zielt manuell auf gegnerische Fahrzeuge. Das dauert zwar länger, fordert aber mehr und hat einen höheren Spaßfaktor. Insgesamt geht die Steuerung von 187 aber in Ordnung.

Die Optik

Grafisch ist 187 – Ride or Die leider nur ein Durchschnittspiel. Die Xbox kann was Fahrzeug- und Spielermodelle angeht weitaus mehr. So sehen die Autos kantig aus, die Personen haben eckige Köpfe und die Effekte sind auch nicht besonders gut gelungen. Außerdem weist das Spiel ein für die Xbox eher ungewöhnliches Kantenflimmern auf, welches sonst nur PS2 Spiele auszeichnet. Darüber hinaus erzeugt der Verwischeffekt beim beschleunigen und boosten zwar ein ordentliches Geschwindigkeitsgefühl, aber irgendwie wirkt das komplette Spiel dadurch etwas unscharf. Spiele wie Midnight Club 3 und die Burnout Reihe zeigen hingegen, dass ein perfektes Geschwindigkeitsgefühl mit guter Schärfe erzeugt werden kann.

Lass es krachen

Die Vertonung von 187 ist straßenrennentypisch. Dank Dolby-Digital Unterstützung werden Motoren- und Umgebungssounds zum Feuerwerk für die Ohren. Leider ist der Soundtrack mit fast ausschließlich Hip-Hop-Musik sehr eintönig. Wer nicht auf Hip-Hop steht, hat leider Pech gehabt. Auch die Gangstersprüche, ebenfalls sehr Hip-Hop geprägt, wirken etwas übertrieben. Insgesamt passt dieses aber durchaus zum Spiel. 

Multiplayer

Für Leute die oft zu zweit an der Konsole spielen ist 187 genau das Richtige. Der Koop-Modus, in dem sich das komplette Spiel durchspielen lässt, verspricht eine Menge Spielspaß. Während ein Spieler das Fahrzeug steuert, hat ein anderer die Möglichkeit die Waffen zu bedienen und den Boost des Boliden einzuschalten. 187 lässt sich aber auch gegeneinander per Split-Screen mit zwei Spielern oder im System-Link mit bis zu vier Fahrern spielen. Ein Xbox Live Modus ist zwar vorhanden, aber ich habe trotz meherer Anläufe zu verschiedenen Tageszeiten leider keine Gegner gefunden. Schade eigentlich, denn gerade zu mehreren Leuten hätte 187 sicher eine Menge Spaß gemacht.

 Facts
Publisher : UbisoftUSK : 16
Entwickler : UbisoftRelease-Date : 25.08.2005
Global Sound/Bild Steuerung XBOX-Live
Offline Players1-4
Systemlinkja
Xbox ExklusivJa
THX Soundnein
Dolby 5.1ja
TV-Format4:3
Lenkradnein
Arcade Sticknein
Light Gunnein
Online Multiplayer1-4
Content DownloadsNein
  


Bewertung
Gameplay : 75% Sound : 68% Grafik : 70% Steuerung : 78% Multiplayer : 75%
Gesamt-Bewertung


Kommentar des Redakteurs
Wer auf Spiele steht, die das Fahren von starken Vehikeln und den Umgang mit verschiedenen Waffen kombinieren hat mit 187 genau das richtige Spiel gefunden. Spieler, die allerdings einen echten Racer mit Tuningoptionen oder lizensierten Fahrzeugen suchen, greifen besser weiterhin zu Juiced, Need for Speed Underground 2 oder Midnight Club 3.
Erstellt am : 17.10.2005      Autor : Ansgar Babucke          © EVO-X.DE & XBLIVE.DE
PACKSHOT
         
         
         
         
         
         
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