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Knarren und Karren
Die Story von „187 – Ride or Die“
ähnelt denen von Midnight Club 3 oder GTA San Andreas. Der Spieler
tritt in die Rolle eines Fahrers, der im Auftrag seines Bosses Dupree
ein Stadtviertel mit allen Mitteln und Wegen verteidigen muss. Die
Mittel und Wege, die man sich zu eigen macht, sind einfach: In illegalen Straßenrennen
tritt man gegen Gangs anderer Stadtviertel an. Als besonderer Rivale
dabei gilt für euch Erzfeind Cortez, der eurem Boss neun Kugeln
verpasst hat und nichts lieber tun würde als euer Stadtviertel zu
übernehmen. Aber nicht nur fahren müsst ihr können: Auf den Straßen der
Stadt findet ihr Power-Ups in Form Waffen , aber auch
Medi-Packs die euer Überleben sichern. So könnt ihr euren Gegnern mit
der Uzi oder dem Maschinengewehr während der Fahrt ein bisschen Blei
verpassen und aus dem Rennen katapultieren.
Am Anfang wirkt das
Spielgeschehen etwas schnell und kompliziert, aber nach einer kurzen
Eingewöhnungszeit lassen sich die Kurven auch als Anfänger mit einem
gelungenen Drift nehmen. Die bereits getunten Fahrzeuge sind natürlich
mit einem Boost ausgestattet, so lässt sich der Feind im Feuergefecht
oder Beschleunigungskampf per Knopfdruck abhängen. Am Anfang macht das
Spiel dem Spieler eine Menge Spaß, der aber auf die Dauer abflaut, weil
zu eintönig und damit langweilig. Obwohl die Missionen verschiedene
Spielmodi enthalten, wie zum Beispiel Verfolgungsjagden mit der Polizei
oder Arenenkämpfe á la Destruction Derby, bekommt man nur wenig
Abwechslung zum Gangsteralltag geboten. Die einzige Motivation, die dem
Spieler in rund acht Spielstunden bleibt, ist das Freischalten von 30 Fahrzeugen und vielen Charakteren.
Das Lenkrad fest im Griff…
Die
Steuerung von 187 – Ride or Die ist rennspieltypisch. Mit den beiden
Triggern beschleunigt und bremst man, mit der A-Taste wird der Turbo eingesetzt. Eine Handbremse fehlt, die wird aber auch nicht benötigt, da das Spiel relativ arcadelastig
gesteuert wird. Die Kurven kratzt man fast ohne zu bremsen und selbst
eine Kollision ist nicht besonders tragisch. Für die Bedienung der
Waffen hätte ich mir eine bessere Umsetzung gewünscht. Es gibt im
Singleplayer-Modus lediglich eine Unterteilung der Schussvarianten. Mit
der X-Taste feuert man nach vorne, per B-Taste geht der Schuss
sprichwörtlich nach hinten los. Im Koop-Modus ist das Ganze schon
besser umgesetzt. Der Spieler am Geschütz zielt manuell auf gegnerische
Fahrzeuge. Das dauert zwar länger, fordert aber mehr und hat einen
höheren Spaßfaktor. Insgesamt geht die Steuerung von 187 aber in
Ordnung.
Die Optik
Grafisch ist
187 – Ride or Die leider nur ein Durchschnittspiel. Die Xbox kann was
Fahrzeug- und Spielermodelle angeht weitaus mehr. So sehen die Autos
kantig aus, die Personen haben eckige Köpfe und die Effekte sind auch
nicht besonders gut gelungen. Außerdem weist das Spiel ein für die Xbox
eher ungewöhnliches Kantenflimmern auf, welches sonst nur PS2 Spiele
auszeichnet. Darüber hinaus erzeugt der Verwischeffekt beim
beschleunigen und boosten zwar ein ordentliches Geschwindigkeitsgefühl,
aber irgendwie wirkt das komplette Spiel dadurch etwas unscharf.
Spiele wie Midnight Club 3 und die Burnout Reihe zeigen hingegen, dass
ein perfektes Geschwindigkeitsgefühl mit guter Schärfe erzeugt werden
kann.
Lass es krachen
Die Vertonung von 187 ist straßenrennentypisch. Dank Dolby-Digital
Unterstützung werden Motoren- und Umgebungssounds zum Feuerwerk für die
Ohren. Leider ist der Soundtrack mit fast ausschließlich Hip-Hop-Musik sehr eintönig. Wer nicht auf Hip-Hop steht, hat leider Pech gehabt. Auch die Gangstersprüche, ebenfalls sehr Hip-Hop geprägt, wirken etwas übertrieben. Insgesamt passt dieses aber durchaus zum Spiel.
Multiplayer
Für Leute die oft zu zweit an der Konsole spielen ist 187 genau das Richtige. Der Koop-Modus, in dem sich das komplette Spiel durchspielen lässt,
verspricht eine Menge Spielspaß. Während ein Spieler das Fahrzeug
steuert, hat ein anderer die Möglichkeit die Waffen zu bedienen und den
Boost des Boliden einzuschalten. 187 lässt sich aber auch gegeneinander
per Split-Screen mit zwei Spielern oder im System-Link mit bis zu vier
Fahrern spielen. Ein Xbox Live Modus ist zwar vorhanden, aber ich habe
trotz meherer Anläufe zu verschiedenen Tageszeiten leider keine Gegner
gefunden. Schade eigentlich, denn gerade zu mehreren Leuten hätte 187
sicher eine Menge Spaß gemacht.
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