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So beginnt das neue Werk aus dem Hause Atari. Mystisch, unheimlich und spektakulär!?
Dieses als revolutionär und innovativ angepriesene Action-Adventure ist
endlich erschienen! Bisher war die Auswahl an guten Adventures für die
Xbox-Konsole spärlich gesäht. Nun gibt es Fahrenheit! Jedoch wird
dieser Titel halten können, was er versprochen hat? Ist dieser neue
Titel wirklich so innovativ? Haben Quanticdream das Genre des
Action-Adventures neu erfunden oder handelt es sich auch dieses Mal nur
wieder um einen erneuten Aufguss an bekannten und ausgereizten
Elementen?
Das Spiel
Dieses Spiel ist prinzipiell eine Erweiterung des bekannten
Click-to-point-Adventures. So steuerst du die Protagonisten durch das
interaktive Spielgeschehen. Anfangs den vermeindlichen „Mörder“ Lucas
Kane – später auch die Polizisten Carla Valenti und Tyler Miles.
Manchmal musst du sogar zwischen den Charakteren wechseln um das Spiel
voran zu bringen. An vielen Stellen im Spiel müssen Entscheidungen
getroffen werden die das gesamte Spielgeschehen nachhaltig
beeinflussen. Dazu ist die entsprechende Aktion aus einem Auswahldialog
in vorgegebener Zeit per Ministick auszuwählen. Dieses ist meist bei
Interaktionen mit Personen und Gegenständen erforderlich. Bei der
Steuerung der Actionsequenzen (Kämpfen, Musizieren!...) haben sich die
Entwickler etwas besonderes ausgedacht: hierbei müssen beide Ministicks
nach vorgegebenem Muster bewegt werden -- beide nach links oder: einer
links, einer unten, dann wiederum beide unten usw...! Dieses könnte
durchaus als Mini-Stick-Reaktions-Game bezeichnet werden.
Außerdem müssen die Protagonisten durchaus schwere körperliche
Tätigkeiten durchführen. Beispielsweise ein Kind, das eingebrochen ist,
aus einem zugefrorenen See retten. Hier ist auch die körperliche
Einsatzbereitschaft von dir gefragt, wenn du auf deinem Controller
abwechselnd die Schultertasten bearbeitest – das trainiert wahrhaftig
die Fingermuskulatur – so zu sagen ein Mini-Stick-Finger-Fitness-Game!
Insgesamt gestaltet sich dieses Game wie ein interaktiver Film. Das
Spielgeschehen insgesamt ist allerdings meist stark geskriptet.
Insbesondere bei den Teilen die per Mini-Stick-Reaktions-Game (s.o.)
oder Mini-Stick-Finger-Fitness-Game (s.o.) gesteuert werden. Lediglich
lässt sich der eigentliche Spielverlauf doch die jeweiligen
Entscheidungen in bestimmte Richtungen lenken. So endet z.B. die Szene
in der Lucas seine Ex-Freundin zu Besuch hat ganz anders, wenn er sie
zum Abschied küsst! Zur Story sei nur so viel gesagt: Sie ist wirklich
sehr Strange! Elemente ala „Matrix“, Visionen die den Protagonisten
heimsuchen, Sprünge in die Vergangenheit, Monster, Orakel...! Erzählt
wird oftmals per Splitscreen. Auf diese Weise wird dargestellt was
beispielsweise gerade wichtiges an einem anderen Ort passiert. Das ist
Dramaturgie!
Grafisch ist das Game als Stand der Technik zu bezeichnen. Die Grafik
kann sich wirklich sehen lassen. Die Charaktere sind flüssig animiert
und die Texturen im gesamten Spiel sind detailreich und farbenfroh.
Daran gibt es wirklich nichts auszusetzen! Anders verhält es sich bei
der Sprachausgabe! Die deutsche Synchronisation enttäuscht. Aber das
ist ja nichts neues – das passiert öfter! Deshalb: wer kann, sollte
sich das Spiel im original zu Gemüte führen, da die englischen Sprecher
sehr viel talentierter waren als die Deutschen. Die musikalische
Untermalung ist allerdings großartig. Hier waren wirklich Könner am
Werk die einen orchestralen Soundtrack geschaffen haben, der fulminant
zur Atmosphäre dieses Action-Adventures beiträgt.
Fazit
Ob dieses Game das Genre nun neu belebt bzw. revolutioniert hat oder
nicht, sei einmal in Frage gestellt. Sicherlich handelt es sich bei
diesem Titel um einen, der das entsprechende Genre um einen guten Titel
ergänzt. Es gibt durchaus neue Elemente in der Steuerung und dem
Gameplay. Jedoch gerade diese Mini-Stick-Games können für den einen
oder anderen Gamer durchaus hektisch wirken und vom eigentlichen
Spielgeschehen ablenken, so dass er vom Game gar nicht alles
mitbekommt, was es dort gerade zu sehen gibt! Allerdings wird gerade
auch durch diese Elemente eine besondere Art von Spannung erzeugt, wie
bei der Genre-Konkurrenz in dieser Form definitiv nicht vorhanden ist.
Insbesondere wenn das Spiel (oder der Level) zum wiederholten Male
durchgespielt wird. Dann vielleicht sogar mit anderen Entscheidungen in
einer anderen Variante mit anderem Ausgang!
Fans diesen Genres ist der Titel unbedingt empfohlen. Dieser Titel sollte keinem Action-Adventure Fan in seiner Sammlung fehlen!
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