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“... Schuld ist ein beklemmendes Gefühl – in der Herrentoilette eines Lokals geschieht ein rätselhafter Mord. Der Täter ist ein ganz gewöhnlicher Mann, der sein Opfer noch nicht einmal kannte... Und es bleibt nicht bei diesem einen Mord: In den Straßen New Yorks bringen auch andere ganz normale Leute ihnen völlig unbekannte Menschen um – die einzige Verbindung zwischen diesen Verbrechen ist, dass sie alle nach einem identischen Ritual durchgeführt werden....“




So beginnt das neue Werk aus dem Hause Atari. Mystisch, unheimlich und spektakulär!?
Dieses als revolutionär und innovativ angepriesene Action-Adventure ist endlich erschienen! Bisher war die Auswahl an guten Adventures für die Xbox-Konsole spärlich gesäht. Nun gibt es Fahrenheit! Jedoch wird dieser Titel halten können, was er versprochen hat? Ist dieser neue Titel wirklich so innovativ? Haben Quanticdream das Genre des Action-Adventures neu erfunden oder handelt es sich auch dieses Mal nur wieder um einen erneuten Aufguss an bekannten und ausgereizten Elementen?


Das Spiel

Dieses Spiel ist prinzipiell eine Erweiterung des bekannten Click-to-point-Adventures. So steuerst du die Protagonisten durch das interaktive Spielgeschehen. Anfangs den vermeindlichen „Mörder“ Lucas Kane – später auch die Polizisten Carla Valenti und Tyler Miles. Manchmal musst du sogar zwischen den Charakteren wechseln um das Spiel voran zu bringen. An vielen Stellen im Spiel müssen Entscheidungen getroffen werden die das gesamte Spielgeschehen nachhaltig beeinflussen. Dazu ist die entsprechende Aktion aus einem Auswahldialog in vorgegebener Zeit per Ministick auszuwählen. Dieses ist meist bei Interaktionen mit Personen und Gegenständen erforderlich. Bei der Steuerung der Actionsequenzen (Kämpfen, Musizieren!...) haben sich die Entwickler etwas besonderes ausgedacht: hierbei müssen beide Ministicks nach vorgegebenem Muster bewegt werden -- beide nach links oder: einer links, einer unten, dann wiederum beide unten usw...! Dieses könnte durchaus als Mini-Stick-Reaktions-Game bezeichnet werden.


Außerdem müssen die Protagonisten durchaus schwere körperliche Tätigkeiten durchführen. Beispielsweise ein Kind, das eingebrochen ist, aus einem zugefrorenen See retten. Hier ist auch die körperliche Einsatzbereitschaft von dir gefragt, wenn du auf deinem Controller abwechselnd die Schultertasten bearbeitest – das trainiert wahrhaftig die Fingermuskulatur – so zu sagen ein Mini-Stick-Finger-Fitness-Game!


Insgesamt gestaltet sich dieses Game wie ein interaktiver Film. Das Spielgeschehen insgesamt ist allerdings meist stark geskriptet. Insbesondere bei den Teilen die per Mini-Stick-Reaktions-Game (s.o.) oder Mini-Stick-Finger-Fitness-Game (s.o.) gesteuert werden. Lediglich lässt sich der eigentliche Spielverlauf doch die jeweiligen Entscheidungen in bestimmte Richtungen lenken. So endet z.B. die Szene in der Lucas seine Ex-Freundin zu Besuch hat ganz anders, wenn er sie zum Abschied küsst! Zur Story sei nur so viel gesagt: Sie ist wirklich sehr Strange! Elemente ala „Matrix“, Visionen die den Protagonisten heimsuchen, Sprünge in die Vergangenheit, Monster, Orakel...! Erzählt wird oftmals per Splitscreen. Auf diese Weise wird dargestellt was beispielsweise gerade wichtiges an einem anderen Ort passiert. Das ist Dramaturgie!


Grafisch ist das Game als Stand der Technik zu bezeichnen. Die Grafik kann sich wirklich sehen lassen. Die Charaktere sind flüssig animiert und die Texturen im gesamten Spiel sind detailreich und farbenfroh. Daran gibt es wirklich nichts auszusetzen! Anders verhält es sich bei der Sprachausgabe! Die deutsche Synchronisation enttäuscht. Aber das ist ja nichts neues – das passiert öfter! Deshalb: wer kann, sollte sich das Spiel im original zu Gemüte führen, da die englischen Sprecher sehr viel talentierter waren als die Deutschen. Die musikalische Untermalung ist allerdings großartig. Hier waren wirklich Könner am Werk die einen orchestralen Soundtrack geschaffen haben, der fulminant zur Atmosphäre dieses Action-Adventures beiträgt.



Fazit

Ob dieses Game das Genre nun neu belebt bzw. revolutioniert hat oder nicht, sei einmal in Frage gestellt. Sicherlich handelt es sich bei diesem Titel um einen, der das entsprechende Genre um einen guten Titel ergänzt. Es gibt durchaus neue Elemente in der Steuerung und dem Gameplay. Jedoch gerade diese Mini-Stick-Games können für den einen oder anderen Gamer durchaus hektisch wirken und vom eigentlichen Spielgeschehen ablenken, so dass er vom Game gar nicht alles mitbekommt, was es dort gerade zu sehen gibt! Allerdings wird gerade auch durch diese Elemente eine besondere Art von Spannung erzeugt, wie bei der Genre-Konkurrenz in dieser Form definitiv nicht vorhanden ist. Insbesondere wenn das Spiel (oder der Level) zum wiederholten Male durchgespielt wird. Dann vielleicht sogar mit anderen Entscheidungen in einer anderen Variante mit anderem Ausgang!


Fans diesen Genres ist der Titel unbedingt empfohlen. Dieser Titel sollte keinem Action-Adventure Fan in seiner Sammlung fehlen!
 Facts
Publisher : AtariUSK : 16
Entwickler : QuanticdreamRelease-Date : 15.09.2005
Global Sound/Bild Steuerung XBOX-Live
Offline Players1
Systemlink-/-
Xbox ExklusivNein
THX Sound-/-
Dolby 5.1Ja
TV-Format4:3
Lenkrad-/-
Arcade Stick-/-
Light Gun-/-
Online Multiplayer-/-
Content DownloadsNein
  


Bewertung
Gameplay : 80% Sound : 86% Grafik : 82% Steuerung : 81% Multiplayer : %
Gesamt-Bewertung


Kommentar des Redakteurs
Ich persönlich habe mich sehr auf diesen Titel gefreut. Letztendlich bin ich nicht enttäuscht worden. Fahrenheit kann wirklich das halten was versprochen wurde: Innovation für das Genre!
Erstellt am : 20.10.2005      Autor : Michael Harms          © EVO-X.DE & XBLIVE.DE
PACKSHOT
         
         
         
         
         
         
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