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Der Genreprimus ist zurück! Nach nun mittlerweile 2 Jahren Entwicklungszeit beschert uns Entwickler Climax endlich mit der dritten Auflage der besten Motorrad Simulation aller Zeiten. Alles über die neue Saison, Modi, Motorräder und Fahrer erfahrt Ihr in unserem ausführlichen Testbericht!



Gentleman please start your Engines – heißt es für alte MotoGP Hasen, die sich schon mit den Vorgängern auseinander gesetzt haben. Alle Neueinsteiger werden an der MotoGP-Fahrschule zunächst nicht vorbei kommen, denn die Motorradbeherrschung verlangt dem Spieler wieder einiges ab! Hat man das Tutorial erst einmal beendet und fühlt sich sicher auf dem Bike kann es auch schon in den Modi „Schnelles Rennen“, „Zeitfahren“ und „Karriere“ losgehen. Wie üblich stellt der Karrieremodus den größten Teil des Spiels dar und wurde dieses Mal mit dem Onlinemodus gepaart, d.h. Karriere-Rennen dürfen auch via Xbox-Live gefahren werden. Dem Ein oder Anderen dürfte dieses Feature aus Forza Motorsport bekannt vorkommen.


Extremkarriere

Im Karrieremodus verbirgt sich die größte Neuerung von MotoGP 3! Beim Extreme-Modus, abseits der 16 offiziellen Kurse aus dem MotoGP Kalender, darf sich der virtuelle Rennfahrer nun über rasante Straßenrennen freuen, die es in sich haben! Hierbei geht es über steile Bergpässe, durch enge Altstadt Gassen und auch Mal über die deutsche Autobahn. Zur Auswahl stehen Originalmaschinen der 600ccm, 1000ccm, sowie 1200ccm Klassen. Im Gegensatz zum klassischen MotoGP Karrieremodus dreht sich hier alles um Cash! Natürlich geht es immer noch darum als erster die Ziellinie zu überqueren, denn der Erste kriegt das meiste Geld spendiert. Als armer kleiner Anfänger mit wenig Geld am Start, kann man sich zunächst nur eine mickrige 600er Maschine leisten. Gerade deshalb würde ich MotoGP Einsteigern diesen Modus als erstes nach der Fahrschule ans Herz legen, denn die 600er Maschinen eignen sich perfekt für den Einstieg in das einzigartige Gameplay.
Kaum ein Racingtitel kommt heutzutage noch ohne den Tuningaspekt aus. Hier macht MotoGP 3 erstmals auch keine Ausnahme mehr. Tuning-Enthusiasten dürften sich aber bei den eher begrenzten Möglichkeiten etwas unterfordert fühlen. Ihr könnt lediglich den Motor frisieren, das Gewicht reduzieren, die Bremsen verbessern, Traktion und Stabilität erhöhen und die PS-Anzahl steigern. Wie von den Vorgängern gewohnt darf auch wieder an den Motorrad Einstellungen herumgespielt werden. Dabei blieb alles beim Alten: Radstand, Reifenmischung, Federung und Übersetzung können vom Spieler für das jeweilige Rennen optimiert werden.


Klassische Karriere – Gegen die Stars der MotoGP

Dies ist der Modus für alle Fans der populären Rennsportserie und alle Racingfreaks die das pure Speedfeeling suchen. Ausgetragen wird diese Grand-Prix Serie auf den 16 Originalstrecken der Saison 2004, gegen den italienischen Superstar Valentino Rossi, Sete Gibernau, Max Biaggi und wie sie alle heißen. Bevor Ihr aber zusammen mit diesen Meistern ihrer Klasse auf die Strecken gelassen werdet müsst Ihr euren eigenen Fahrer kreieren. Das kann schnell gehen, aber wer viel Liebe zum Detail besitzt kann auch einige Zeit damit verbringen, um beispielsweise das Äußere seines Fahrers und des fahrbaren Untersatzes zu verschönern. Seid Ihr mit eurem Rennpiloten zufrieden muss nur noch der Schwierigkeitsgrad ausgewählt werden: Anfänger, Profi, Champion und Legende stehen hierbei zur Auswahl. Aus Gründen des Selbstschutzes ist der Schwierigkeitsgrad ‚Legende’ anfangs noch blockiert und muss freigespielt werden.

Jetzt kann es aber endgültig losgehen und man begibt sich auf die Reise zum ersten Rennschauplatz der Saison. Vor jedem Rennen bekommt der Spieler ein Intro-Movie des jeweiligen Landes gezeigt, welches die Örtlichkeiten liebevoll charakterisiert. Da kommt Stimmung auf. Spätestens nach der ersten beendeten Saison kennt man diese Videos aber auswendig und drückt sie so schnell wie möglich weg, um endlich auf die Strecke zu können. Endlich auf der Strecke angekommen bemerkt man, dass es noch realistischer zugeht, als in den Vorgängern. Der kleinste Verbremser bedeutet i.d.R. schon den Ausritt ins Kiesbett, oder noch schlimmer, den schmerzhaft anzusehenden Abflug. Die Fahrphysik des Extreme-Modus unterscheidet sich etwas und kann durchaus als einfacher eingestuft werden. Anders als im Extreme-Modus geht es hier nicht um Cash, sondern um wertvolle Ranglistenplätze. Gestartet wird auf einem rumlosen Platz #100. Jeder Sieg hebt die Position des Spielers um einen Rang und je höher der Rang des Spielers ist desto besser werden auch die Computer Gegner. Und dieser Anstieg hat es mit der Zeit ganz schön in sich. Als Entschädigung wird über die Ranglistenposition auch einiges freigeschaltet: Neue Fahrer, bessere Motorräder, Strecken uvm. Für genug Motivation ist auf jeden Fall bis zum glorreichen ersten Ranglistenplatz gesorgt!
Was noch weiter motiviert ist das menschliche Streben nach Perfektion. Eurem anfangs selbst kreierten Fahrer geht es da nicht anders. Dieser ist nämlich lernfähig und will vom Spieler trainiert werden. Jeder Rennsieg im Karrieremodus bringt wertvolle Fähigkeitspunkte ein, die man in den Rubriken Kurvenlage, Bremsen, Höchstgeschwindigkeit und Beschleunigung einsetzen kann.


Multiplayer

Für Leute die nicht gerne allein spielen wollen bietet MotoGP 3 alles was technisch möglich ist: 4 Spieler-Splitscreen und Online Gameplay mit bis zu 16 Fahrern gleichzeitig via Xbox Live und System-Link. Es besteht darüber hinaus auch noch die Möglichkeit mit einem Freund per Splitscreen online ins Geschehen einzugreifen. Hier bleiben also keine Wünsche offen. Online profitiert man auch sehr stark vom neuen Extreme-Modus, denn man ist nicht mehr auf die 16 Originalstrecken und Motorräder beschränkt. In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies, dass man nun doppelt so viele Strecken, sowie ein Vielfaches an Motorrädern zur Auswahl hat. MotoGP, Extrem 600, Extrem 1000 und Extrem 1200, alles darf online gefahren werden!


Rein grafisch betrachtet ist MotoGP 3 richtig sehenswert und knüpft damit an seine beiden Vorgänger an. Und das bei absolut konstanten 60 Bildern pro Sekunde. Kaum ein anderes Rennspiel vermittelt ein so intensives Geschwindigkeitsgefühl, wie es der Spieler auf diesen virtuellen Maschinen erlebt. Dieses Feeling wird größtenteils durch einen Blur-Effekt vermittelt, der bei Geschwindigkeiten Jenseits der 200Km/h einsetzt. Tunnelblick gepaart mit einem ordentlichen  Adrenalinkick sind garantiert! Kleinere Slowdowns, wie sie in den Vorgänger auftreten konnten, wurden von Climax komplett entfernt.
Die Streckenoptik der klassischen MotoGP-Strecken kann hier leider nicht ganz mithalten. Etwas zu leblos und steril kommen die Strecken daher. Dafür sorgen die Strecken des Extreme-Modus für optische Highlights und können insgesamt mehr als überzeugen.

Bei der Bewertung der Soundkulisse war ich persönlich eher Zwiegespalten. Die musikalische Untermalung der Menüs wird bestimmt nicht jedermanns Sache sein, aber das ist auch nicht weiter schlimm, weil man ganz bequem seine eigenen Soundtracks integrieren kann. Auf der Strecke widerrum macht der Motorensound die Musik. Insgesamt hören sich die Motorensounds sehr authentisch an und tragen sehr viel zum genialen Rennfeeling bei. Aber vor allem Spieler, die ihre Gangwechsel manuell vornehmen wollen, werden zunächst Probleme mit dem Sound der eigenen Maschine haben, denn es ist schwer auszumachen wann die Maschine am Drehzahllimit hängt und man am besten schalten sollte. Wer dieses kleine Manko aber hinnimmt wird gleichzeitig auch noch sein Gehör trainieren.

 Facts
Publisher : THQUSK : 3+
Entwickler : ClimaxRelease-Date : 30.08.2005
Global Sound/Bild Steuerung XBOX-Live
Offline Players1-4
Systemlinkja
Xbox ExklusivNein
THX Soundnein
Dolby 5.1ja
TV-Format4:3
Lenkradnein
Arcade Sticknein
Light Gunnein
Online Multiplayer1-16
Content DownloadsNein
  


Bewertung
Gameplay : 88% Sound : 80% Grafik : 86% Steuerung : 90% Multiplayer : 91%
Gesamt-Bewertung


Kommentar des Redakteurs
Für mich ist MotoGP: Ultimate Racing Technology 3 nach Forza Motorsport das absolute Rennspielhighlight des Jahres und dazu noch eine der wenigen richtigen Rennspielsimluationen im Meer der Arcade-Racer. Für Rennspielfans mit viel Anspruch in Sachen Realismus und Fahrphysik ein Must-Have. Für Spieler die nur gelegentlich ein paar Ründchen fahren wollen aber eher ungeeignet. 
Erstellt am : 10.10.2005      Autor : Bjoern Gramm          © EVO-X.DE & XBLIVE.DE
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