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Na also, geht doch! SEGA hat ein Herz für japanophile Videogamer und veröffentlicht Yakuza 4, mit rund einem Jahr Verspätung, nun auch in westlichen Gefilden. Der Schauplatz des Ganzen ist immer noch Kamurocho, in diesem Test verraten wir euch, was sich dort in den vergangenen Monaten so alles verändert hat.


Story-technisch hat sich in Yakuza 4 am meisten etwas verändert, denn der einstige Hauptcharakter der Serie, Kazuma Kiryu, steht nicht mehr alleine im Mittelpunkt der Handlung. Yakuza 4 erzählt die Handlung nämlich nun aus dem Blickwinkel dreier weiterer Personen, namentlich dem Polizisten Masayoshi Tanimura, dem Knasti Taiga Saejima und dem Kredithai Shun Akiyama. Zur Handlung möchten wir euch an dieser Stelle nicht zu viel verraten, nur so viel dazu: Die Story ist mal wieder voll mit Racheakten, Intrigen und Verbrechen und es ist sehr interessant mit anzusehen, wie sich die Wege der vier Protagonisten im Laufe des Spiels kreuzen. Es gelingt dem Spiel, eine Spannung aufzubauen und mit diversen Wendungen für Überraschungen zu sorgen.

Ihr seid an diesem Spiel sehr interessiert, kennt aber die Vorgänger nicht? Kein Problem, denn die Story der Vorgänger wird in zusammenfassenden Videos nochmals kurz und knapp erzählt. Ansonsten kann ich jedem empfehlen, sich Yakuza 3 anzuschaffen, zumal man dies zurzeit für unter 15 Euro käuflich erwerben kann.

Spielerisch bleibt alles beim Alten und man hier immer noch eine gelungene Brawler-Kost geboten. Der Spieler folgt also der Storyline, genießt die tollen Zwischensequenzen und rennt von A nach B. Unterbrochen wird das Ganze von den typischen Zufallskämpfen, in denen man unzählige Yakuza wahlweise mit puren Fäusten, Waffen oder mit umherliegenden Objekten vermöbeln muss. Jeder der vier Charaktere verfügt über individuelle Spezialfähigkeiten und mit Erfahrungspunkten, die man durch siegreiche Kämpfe erhält, können die Figuren auch wieder aufgelevelt werden. Was den Reiz der Yakuza-Serie aber tatsächlich ausmacht, sind die Dinge abseits der Hauptstory, denn hier gibt es wieder unfassbar viel zu tun. Neben unzähligen Sidequests, die es zu erledigen gilt, kann der Spieler wieder diverse Läden und Restaurants aufsuchen, sich in Arcadehallen an Spielautomaten versuchen, mit Hostessen ausgehen, Karaokebars aufsuchen oder auch einfach nur Tischtennis spielen. Dies ist nur eine kleine Auflistung aller Möglichkeiten in diesem Spiel! Wenn ihr lediglich die Hauptstory durchspielen wollt, müsst ihr von einer Spielzeit von circa 15 Stunden ausgehen, wollt ihr Tokio hingegen ausgiebig durchforsten, kann man von locker 50 Stunden ausgehen. Speziell jene, die viel mit der japanischen Kultur anfangen können, werden dabei wieder die reinste Freude haben. Besitzer der Vorgänger werden sich nun fragen, was sich spielerisch nun überhaupt getan hat. Leider nicht wirklich viel, denn bis auf die Möglichkeit, nun auch Dächer und unterirdische Bezirke aufzusuchen, halten sich die Änderungen leider stark in Grenzen, was den größten Kritikpunkt von Yakuza 4 darstellt.

Bei der Grafik hat sich leider ebenfalls wenig getan. Bis auf einige, kleine Verbesserungen sieht Yakuza 4 fast genauso aus wie sein Vorgänger. Was die Mimik der Charaktere betrifft, kann Yakuza 4 aber trotzdem mit Größen wie Red Dead Redemption mithalten und der Schauplatz Tokio wurde auch wieder sehr authentisch auf den Bildschirm gezaubert. Vor allem wenn man mit seinem Charakter durch das verregnete Kamurocho schlendert sorgt das Spiel für einen ganz speziellen Moment. So detailverliebt die Welt von Yakuza 4 auch gestaltet wurde, vieles erinnert leider immer noch an PS2-Zeiten und wirkt einfach nur hochskaliert. Hoffen wir mal, dass der nächste Teil der Serie einen größeren Schritt nach vorne wagt. Der Sound von Yakuza 4 ist wieder sehr gewöhnungsbedürftig. Untermalt wird das Spiel von japanischer Pop- und Rock-Musik und eine englische (oder gar deutsche) Synchronisation sucht man vergebens. Stattdessen müsst ihr euch mit englischen Untertiteln zufriedengeben. Ein großer Teil der Dialoge wurde übrigens gar nicht synchronisiert und generell muss man sich darauf einstellen, dass man es in Yakuza 4 mit sehr viel Textzeilen zu tun bekommt. Lesefaule Spieler meiden Yakuza 4 lieber.

Fazit:
Yakuza 4 ist nicht gerade das, was man unter einer perfekten Fortsetzung versteht. Verglichen mit dem Vorgänger hat sich hier einfach viel zu wenig getan, sowohl was das Gameplay, als auch die Technik betrifft. Trotzdem handelt es sich hierbei um ein sehr gutes Spiel, welches über einen unglaublich authentischen Schauplatz verfügt, eine sehr interessante Geschichte erzählt, enorm viel Umfang bietet und dessen Kampfsystem über ordentlich Tiefgang verfügt. Für Fans der Vorgänger ist Yakuza 4 ein Pflichtkauf, Spieler mit Japan-Faible sollten unbedingt einen Blick darauf werfen.


Bewertung
Gameplay : 80% Sound : 80% Grafik : 80% Steuerung : 85% Multiplayer : %
Gesamt-Bewertung


Erstellt am : 31.03.2011      Autor : Tim Berwian          © EVO-X.DE & XBLIVE.DE
GAME-FACTS
Publisher : SEGA
Entwickler : SEGA
Release : 18.03.2011

Genre : Action RPG
Player : 1
USK Einstufung

keine Jugendfreigabe
Homepage
Link zur Spieleseite
Titel : Yakuza 4      Publisher : SEGA      Release : 18.03.2011
Titel : Yakuza 4      Publisher : SEGA      Release : 18.03.2011
Titel : Yakuza 4      Publisher : SEGA      Release : 18.03.2011
Titel : Yakuza 4      Publisher : SEGA      Release : 18.03.2011
Titel : Yakuza 4      Publisher : SEGA      Release : 18.03.2011
Titel : Yakuza 4      Publisher : SEGA      Release : 18.03.2011
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