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Dem Terror entgegen. In Ghost Recon 2 Summit Strike übernehmt ihr wieder die Kontrolle von Scott Mitchell und seinen Ghosts und werdet nach Zentralasien geschickt, um den dort außer Kontrolle geratenen Aufständen ein Ende zu bereiten. Dafür seid ihr und euer Trupp mit den modernsten Ausrüstungen und den tödlichsten Schießeisen ausgerüstet. Vorsicht ist aber dennoch geboten, denn in der Welt von Ghost Recon 2 kann jeder einzelne Schuss ein tödliches Ende bereiten.
Im Kampagne-Modus werdet ihr also nach Kasachstan geschickt, um einen Terroristen namens Asad Rahil auszuschalten. Dieser hat vor allem durch seine Putschversuche, Aufstände sowie Atomwaffenproduktion und letzten Endes der explosiven Ermordung des Präsidenten auf sich aufmerksam gemacht. Auf der Suche nach diesem durchforstet ihr insgesamt 11 Missionen entweder im Alleingang oder zusammen mit euren 3 Ghosts. Seid ihr allein unterwegs, erfordet die Bekämpfung der Terroristen vor allem mehr Vorsicht aber auch ein besseres Waffenarsenal. Euch werden also noch bessere Waffen, wie etwa die Félin FV2 mit integrierter Kamera und Granatwerfer, zur Verfügung gestellt. Zusammen im Team läuft es dieses Mal etwas glimpflicher ab als noch im Vorgänger. Während euch wieder die bekannten Befehle wie "Angriff", "Stehen bleiben", "Deckung geben" und noch ein paar weitere zur Verfügung stehen, ist es vor allem die verbesserte KI eurer Mitstreiter, die euch im Kampf besser aussehen lässt. Feindliche Einheiten werden jetzt früher erkannt und gezielt ausgeschaltet und planloses Umherrennen bzw. Festhängen gibt es praktisch gar nicht mehr. Doch auch mit den neuen Techniken werdet ihr euer und das Ableben eurer Kameraden oft verschmerzen müssen, denn der Schwierigkeitsgrad hat sich keinesfalls gelockert. So kommt es durchaus öfters vor, dass wenn ihr auf dem Weg in ein feindliches Camp seid, plötzlich aus den Tiefen des Waldes heraus ein-zwei Kugeln flitzen hört und im nächsten Moment einen toten Captain Mitchell auf dem Bildschirm liegen seht. Auch Panzer und Hubschrauber können jeder Zeit spontan auftauchen und euch gewaltig Feuer unter dem Hintern machen. Habt ihr dann nicht das A und O von Summit Strike genutzt, nämlich die Quicksavefunktion, seid ihr dazu verdammt von vorne zu beginnen. Nach jeder gefährlichen Passage speichern dürfte wohl die beste Devise sein.
Wo gehts' lang? Wurdet ihr bei Ghost Recon 2 noch ähnlich wie eine Maus durch eine Art Tunnelsystem gejagt, bietet euch Summit Strike beim Vorgehen deutlich mehr Freiheit. Vorgegebene Wege gibt es auf den jetzt noch größeren Karten eigentlich nicht mehr und auch die Missionsziele können in beliebiger Reihenfolge ausgeführt werden. Für einen besseren Orientierungssinn steht euch natürlich jeder Zeit eine detaillierte Landkarte zur Verfügung, auf der unter anderem auch feindliche Stellungen markiert sind. Das offene System lässt natürlich viel Raum für noch taktischere Überlegungen: "Von wo aus greife ich den Feind am besten aus dem Hinterhalt an und habe das Überraschungsmoment auf meiner Seite? Wie gelange ich dort am schnellsten hin? Welcher Weg dürfte wohl am sichersten sein?" Welche Route ihr auch wählt, eines ist sicher: Bei jeder werdet ihr auf Wiederstand treffen und Blut wird vergossen werden, denn die Karten strotzen nur so vor Partroullien. Letzten Endes sind die Möglichkeiten allerdings einfach als riesig zu bezeichnen und machen einen großen Teil des Spielspaßes aus.
Visueller Kontakt! Da es sich bei Summit Strike "lediglich" um ein Add-Onn handelt und beide Teile auf der gleichen Grafikengine basieren, kann von dem Titel kein Quantensprung gegenüber dem Vorgänger erwartet werden. Schlecht ist die Grafik deswegen allerdings noch lange nicht. Die Weitsicht ist für die großen Areale sehr gut und nach unschönen Pop-Ups (alá Summoner) sucht man vergebens. Auch die Effekte wie zum Beispiel Rauch oder große sowie kleinere Explosionen lassen sich durchaus bestaunen. Die Umgebungen sowie eure Gegner sind allesamt detailreich modelliert und die Framerate bleibt, auch wenn mal etwas mehr Action herrscht, konstant.
Auch der Sound kommt keines Weges zu kurz. In den Sequenzen und Menüs wird die für Tom Clancy-Spiele übliche Musik geboten, von der ihr während dem Spiel nichts zu hören bekommen werdet. Authentizität heißt es hier. Die einzige Musik, die ihr hier zu hören bekommen werdet, ist das Gezwitscher von den Bewohnern der Bäume. Durch die Unterstützung von Dolby Digital 5.1 seid ihr mitten im Geschehen - Explosionen und Kugelschüsse fliegen geradezu durch euer Zimmer.
Gemeinsam gegen den Feind Was natürlich auch nicht fehlen darf, ist ein angemessener Multiplayermodus, welcher von Ghost Recon Veteranen wohl am meisten geschätzt werden dürfte. Summit Strike nutzt erfreulicherweise alle Möglichkeiten, um auf der Xbox mit mehreren Spielern zu zocken perfekt aus. Splitscreen, Systemlink und Xbox-Live stehen euch zur Verfügung. Neben den Klassikern wie Deathmatch, Teamdeathmatch und Capture the Flag trumpft der Titel noch einmal mit einigen innovativen Ideen wie zum Beispiel der Hubschrauberjagt oder der Eroberung von einer besetzten Festung auf. Insgesamt steht euch eine unglaubliche Auswahl von insgesamt 24 verschiedenen Modi auf 25 Spielkarten zur Auswahl. Als besonders spaßig entpuppt sich hier wieder einmal der Kooperationsmodus, in dem ihr mit bis zu vier weiteren menschlichen Mitspielern die komplette Kampagne durchspielen könnt. Hätte sich Halo davon doch nur eine Scheibe abgeschnitten...
Fazit Ghost Recon 2 Summit Strike ist ein absolutes Musterbeispiel für ein Add-On: Verbesserte (wenn auch nur gering) Grafik, größere Karten und eine komplett neue Story. Wer den ersten Teil gerne gespielt hat, wird diesen mit Freuden begrüßen, wozu der Low-Budget Preis von circa 30 € nicht gerade wenig beiträgt.
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