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Ihr habt an Dynasty Warriors das zu
repetitive Gameplay bemängelt? Dann könnte dieses Spiel genau das
richtige für euch sein, denn Trinity: Souls of Zill O’ll ist kein
typischer Hack-and-slash-Titel, sondern ein ernstzunehmendes Action-RPG.
Hier folgt ihr einer gelungenen Storyline, steuert drei interessante
Charaktere und absolviert eine Quest nach der anderen, um den Charakter
aufzuleveln und ihn mit besserer Ausrüstung zu versorgen. Ein wichtiges
Rollenspiel-Element ist in Trinity: Souls of Zill O’ll allerdings nicht
vertreten: Nämlich das Erkunden fremder Dörfer und Städte. Hier erfolgt
alles, ganz altmodisch, über Menüpunkte und eine kleine Weltkarte. Das
Ganze erinnert dadurch etwas an Rollenspiele aus dem PSX-Zeitalter. Aber
keine Sorge, dieses Spiel beschäftigt euch gut genug, denn es
beinhaltet tonnenweise Quests, die es zu erledigen gilt. Die
Missionsziele sind sogar abwechslungsreicher, als man es erwarten würde.
Mal muss man einen neuentdeckten Dungeon erkunden, mal einen Krieger
suchen und unterstützen. Auch Objekte müssen oft gefunden werden,
meistens gilt es aber, eine Monsterart zu jagen. Spätestens hier wird
deutlich, dass das Spiel zum Teil stark an die Monster Hunter-Reihe
erinnert, zumal die verschiedenen Dungeons auch in mehrere Abschnitte
unterteilt sind und im Laufe des Spiels öfters wieder besucht werden.
Und wenn euch mal nicht nach questen zumute ist, könnt ihr die Arena
aufsuchen und als Gladiator diverse Pokale und Preise gewinnen. Der
Umfang kann sich hier echt sehen lassen, über 100 Spielstunden sind auf
Wunsch locker möglich. Einziges Manko hinsichtlich der Quests: Sie
verlangsamen die Story teilweise extrem.
Da ihr den Großteil des Spiels mit drei
Charakteren gleichzeitig unterwegs seid, hätte sich ein
Mehrspieler-Modus eigentlich angeboten. Aber Fehlanzeige, Trinity: Souls
of Zill O’ll ist ausschließlich im Singeplayer-Modus spielbar. Zum
Glück leistet die Computer-KI aber eine ganz ordentliche Arbeit, wodurch
die beiden anderen Charaktere immer passend agieren und die
Spezialfähigkeiten wohlüberlegt einsetzen. Per Druck auf L2 kann der
Spieler jederzeit zwischen die drei Figuren wechseln, was auch wichtig
ist, denn in Trinity: Souls of Zill O’ll ist es oft notwendig, bestimmte
Fähigkeiten geschickt einzusetzen, um im Spiel weiterzukommen. Der
Halbelfe Areus kann zum Beispiel Baumstämme mit seinem Feuerzauber aus
dem Weg räumen, während der riesige Krieger Dadga Wände zertrümmern kann
oder die Vampir-Assassine Selene über die Doppelsprung-Funktion
verfügt. Generell steuert sich Trinity: Souls of Zill O’ll sehr einfach
und alle Fertigkeiten sind kinderleicht aufrufbar, was vermutlich auch
an dem Dynasty Warriors-typischen Kampfsystem liegt.
Die Dynasty Warriors Spiele waren noch
nie für ihre herausragende Technik bekannt und auch Trinity: Souls of
Zill O’ll ist kein optischer Leckerbissen. Trotzdem macht die Grafik
ihre Sache insgesamt ganz ordentlich, speziell das gute und
abwechslungsreiche Gegnerdesign, sowie die bunten und detailverliebten
Welten sind hier hervorzuheben. Kritisieren kann man hingegen die
schlechte Kameraführung, die vor allem in engen Dungeons den Spielspaß
trübt. Trinity: Souls of Zill O’ll besitzt eine gute englische
Sprachausgabe, die Texte sind ebenfalls nur in Englisch vorhanden. Ihr
solltet also zumindest Grundkenntnisse in Englisch besitzen, da ihr
sonst bei der Story und den unzähligen Dialogen einfach nicht mehr
mitkommt. Das Spiel wird von einer sehr passenden und stimmigen
Hintergrundmusik untermalt und die Soundeffekte sind typisch
japano-like.
Fazit:
Aufgrund des sehr eintönigen Gameplays bin ich kein großer Fan von
Titeln wie Dynasty Warriors. Trinity: Souls of Zill O’ll hat aber zum
Glück wesentlich mehr Abwechslung zu bieten und gibt als Action-RPG
einen erstaunlich guten Eindruck ab. Das Spiel bietet eine gelungene
Handlung, interessante Charaktere, tonnenweise Quests und Loot und kann
technisch auch größtenteils überzeugen. Ein echter Geheimtipp für
RPG-Fans!
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