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Hack-and-slash-Fans dürfte der Name Omega Force ein Begriff sein. Im Auftrag von KOEI werkelt dieses japanische Entwicklerstudio seit Jahren an bekannten Serien wie Dynasty Warriors oder Samurai Warriors. Mit Trinity: Souls of Zill O’ll erschien heute ihr neuestes Werk, wir konnten es bereits ausführlich testen und teilen unsere Eindrücke natürlich gerne mit euch.



Ihr habt an Dynasty Warriors das zu repetitive Gameplay bemängelt? Dann könnte dieses Spiel genau das richtige für euch sein, denn Trinity: Souls of Zill O’ll ist kein typischer Hack-and-slash-Titel, sondern ein ernstzunehmendes Action-RPG. Hier folgt ihr einer gelungenen Storyline, steuert drei interessante Charaktere und absolviert eine Quest nach der anderen, um den Charakter aufzuleveln und ihn mit besserer Ausrüstung zu versorgen. Ein wichtiges Rollenspiel-Element ist in Trinity: Souls of Zill O’ll allerdings nicht vertreten: Nämlich das Erkunden fremder Dörfer und Städte. Hier erfolgt alles, ganz altmodisch, über Menüpunkte und eine kleine Weltkarte. Das Ganze erinnert dadurch etwas an Rollenspiele aus dem PSX-Zeitalter. Aber keine Sorge, dieses Spiel beschäftigt euch gut genug, denn es beinhaltet tonnenweise Quests, die es zu erledigen gilt. Die Missionsziele sind sogar abwechslungsreicher, als man es erwarten würde. Mal muss man einen neuentdeckten Dungeon erkunden, mal einen Krieger suchen und unterstützen. Auch Objekte müssen oft gefunden werden, meistens gilt es aber, eine Monsterart zu jagen. Spätestens hier wird deutlich, dass das Spiel zum Teil stark an die Monster Hunter-Reihe erinnert, zumal die verschiedenen Dungeons auch in mehrere Abschnitte unterteilt sind und im Laufe des Spiels öfters wieder besucht werden. Und wenn euch mal nicht nach questen zumute ist, könnt ihr die Arena aufsuchen und als Gladiator diverse Pokale und Preise gewinnen. Der Umfang kann sich hier echt sehen lassen, über 100 Spielstunden sind auf Wunsch locker möglich. Einziges Manko hinsichtlich der Quests: Sie verlangsamen die Story teilweise extrem.

Da ihr den Großteil des Spiels mit drei Charakteren gleichzeitig unterwegs seid, hätte sich ein Mehrspieler-Modus eigentlich angeboten. Aber Fehlanzeige, Trinity: Souls of Zill O’ll ist ausschließlich im Singeplayer-Modus spielbar. Zum Glück leistet die Computer-KI aber eine ganz ordentliche Arbeit, wodurch die beiden anderen Charaktere immer passend agieren und die Spezialfähigkeiten wohlüberlegt einsetzen. Per Druck auf L2 kann der Spieler jederzeit zwischen die drei Figuren wechseln, was auch wichtig ist, denn in Trinity: Souls of Zill O’ll ist es oft notwendig, bestimmte Fähigkeiten geschickt einzusetzen, um im Spiel weiterzukommen. Der Halbelfe Areus kann zum Beispiel Baumstämme mit seinem Feuerzauber aus dem Weg räumen, während der riesige Krieger Dadga Wände zertrümmern kann oder die Vampir-Assassine Selene über die Doppelsprung-Funktion verfügt. Generell steuert sich Trinity: Souls of Zill O’ll sehr einfach und alle Fertigkeiten sind kinderleicht aufrufbar, was vermutlich auch an dem Dynasty Warriors-typischen Kampfsystem liegt.

Die Dynasty Warriors Spiele waren noch nie für ihre herausragende Technik bekannt und auch Trinity: Souls of Zill O’ll ist kein optischer Leckerbissen. Trotzdem macht die Grafik ihre Sache insgesamt ganz ordentlich, speziell das gute und abwechslungsreiche Gegnerdesign, sowie die bunten und detailverliebten Welten sind hier hervorzuheben. Kritisieren kann man hingegen die schlechte Kameraführung, die vor allem in engen Dungeons den Spielspaß trübt. Trinity: Souls of Zill O’ll besitzt eine gute englische Sprachausgabe, die Texte sind ebenfalls nur in Englisch vorhanden. Ihr solltet also zumindest Grundkenntnisse in Englisch besitzen, da ihr sonst bei der Story und den unzähligen Dialogen einfach nicht mehr mitkommt. Das Spiel wird von einer sehr passenden und stimmigen Hintergrundmusik untermalt und die Soundeffekte sind typisch japano-like.

Fazit:
Aufgrund des sehr eintönigen Gameplays bin ich kein großer Fan von Titeln wie Dynasty Warriors. Trinity: Souls of Zill O’ll hat aber zum Glück wesentlich mehr Abwechslung zu bieten und gibt als Action-RPG einen erstaunlich guten Eindruck ab. Das Spiel bietet eine gelungene Handlung, interessante Charaktere, tonnenweise Quests und Loot und kann technisch auch größtenteils überzeugen. Ein echter Geheimtipp für RPG-Fans!



Bewertung
Gameplay : 85% Sound : 75% Grafik : 70% Steuerung : 80% Multiplayer : %
Gesamt-Bewertung


Erstellt am : 14.02.2011      Autor : Tim Berwian          © EVO-X.DE & XBLIVE.DE
GAME-FACTS
Publisher : THQ
Entwickler : Omega Force
Release : 11.02.2011

Genre : Action RPG
Player : 1
USK Einstufung

ab 12 Jahre
Homepage
Link zur Spieleseite
Titel : Trinity: Souls of Zill O'll      Publisher : THQ      Release : 11.02.2011
Titel : Trinity: Souls of Zill O'll      Publisher : THQ      Release : 11.02.2011
Titel : Trinity: Souls of Zill O'll      Publisher : THQ      Release : 11.02.2011
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