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Nach Filmen wie The Fast and the Furious und 2 Fast 2 Furious ist die Autotuningszene beliebter als je zuvor. Kein Wunder, dass Need for Speed Underground das erfolgreichste Rennspiel im Jahr 2003 war. Seit kurzem ist der Nachfolger des Erfolgspiels Need for Speed Underground 2 in den Läden, und wir haben den Titel für euch getestet.


Need for Speed: San Andreas?

Fangen wir mit den Spielmodi an...
Es gibt wieder die üblichen Verdächtigen wie Quick Race und den Karriere-Modus, dem Herzstück des Spiels. Diesmal werden euch dort aber viel mehr Freiheiten als im Vorgänger geboten. In Need for Speed Underground musste man sich noch durch unzählige Menüs klicken, während das Ganze in nun eher im GTA-Stil abläuft. Ihr düst mit Hilfe der Karte und eures Navigationssystem durch Bayview (so der Name der Stadt) und sucht sowohl die Rennen, Tuningläden als auch Autohändler auf. Leider wird das auf die Dauer etwas nervig, da oftmals weite Strecken zurückzulegen sind.


Insgesamt gibt es jetzt sieben verschiedene Rennmodi:

  • Sprint: Ein Rennen von A nach B, wer am schnellsten ankommt gewinnt.
  • Rundkurs: Nach jeder Runde fliegt einer raus, wer übrig bleibt hat gewonnen.
  • Drift: Hier müsst ihr durch kurvenhaltige Strecken driften und möglichst viele Punkte sammeln.
  • Drag: Ihr müsst auf einer langen Geraden Vollgas geben und möglichst zügig beschleunigen durch perfektes Timing beim Schalten.
  • Street-X: Rundkursrennen auf sehr engen Strecken die dem Drift-Modus ähneln.
  • Outrun: Verfolgungsrennen quer durch die Stadt, wer als erster 300 Meter Vorsprung hat, gewinnt (im Vergleich zu den anderen Rennmodi finden diese Rennen ohne Ladezeiten statt).
  • Underground Racing League: Hier kämpft die Elite auf richtigen Rennstrecken um den Sieg.

Wenn ihr diese gewonnen habt, winken öfters neue Autos, Tuningteile oder auch Sponsorverträge. Schade ist, dass die ganzen Rennen mal wieder nur bei Nacht spielen, auch wenn das den eigentlchen Charme von Underground 2 ausmachen soll.


I feel the need, the need for speed.

Mit der gewonnen Kohle könnt ihr dann so einiges anstellen. Wie schon im ersten Teil macht Ihr euch daran, euer Auto so zu verändern, wie ihr es für richtig haltet. Dabei könnt ihr es umlackieren, mit Logos besprayen, die Leistung des Motors verbessern, diverse optische Schmankerl wie Rennspoiler anbringen, einen schicken Auspuff installieren oder den Wagen mit Nitro ausstatten. Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt! Es sind sogar viele neue Teile hinzugekommen. Ihr könnt jetzt Beispielsweise euren Kofferraum mit Boxen und LCD Displays ausstatten, die Farbe des Nitro verändern oder euer HUD optisch verändern. Im Spiel ist es auch sehr wichtig, dass der Wagen durchgestylt ist. Je hübscher der Wagen, desto höher ist die optische Wertung, die euch in Form von Sternen angezeigt wird. Und ohne Sterne kein glücklicher Sponsor - ein Teufelskreis. Durch Sponsoren kommt ihr nicht nur zu Geld, sondern auch zu Ruhm. Show ist alles, denn ihr müsst nun von diverse Titelblätter bekannter Automagazine oder DVD-Covern glänzen. Aber ohne Fleiß kein Preis, denn jeder Sponsor möchte, dass man eine bestimmte Anzahl an Rennen gewinnt. Wenn man die Bedingungen des Sponsor erfüllt hat, winken dann wieder einige Dollar und vor allem neue Boliden. Die Auswahl ist etwas westlicher geworden. So kommen jetzt einige amerikanische Wagen wie der Hummer dazu, aber auch ein Opel Corsa aus "Good old Germany" findet sich in der Liste wieder. Die Wagen lassen sich jetzt sogar wie in einer Rennsimulation einstellen. Am Wagen kann man z.B. den Abtrieb verändern, am Getriebe rumfuchteln oder die Länge des Nitros verändern, was natürlich die Wirkung etwas vermindert. Leider verfügen auch hier die Wagen mal wieder über kein Schadensmodell. Der Schwierigkeitsgrad des Spiels ist stets fair. Lediglich am Schluß hat man einige Schwierigkeiten und muss des Öfteren das Rennen neustarten. Aber das ist ja am Ende fast jedes Rennspiels änlich schwierig.


Grafisch hat sich das Spiel leider nur minimal verbessert. Im Vergleich zum Vorgänger sehen Wagen und Umgebung dank einer höheren Polygonanzahl ein wenig hübscher aus. Dabei hat man es aber verstanden, die heftigen Ruckler aus dem ersten Teil zu eliminieren. Manchmal kommt es allerdings noch zu leichtem Ruckeln, das den Spielspaß nicht sonderlich trübt. Das Kantenflimmern hingegen stört allerdings immer noch ein wenig. Doch an dieses Manko gewöhnt man sich nach einiger Zeit. Ein so heftiger grafischer Unterschied bei den verschiedenen Konsolen wie im ersten Teil ist zum Glück nicht vorhanden. Somit ist die Grafik zwar durchaus gelungen, kann aber gegen Microsoft Exclusivtitel wie Project Gotham Racing 2 oder Rallisport Challenge 2 nicht bestehen.

Der Sound ist wie schon beim Vorgänger sehr gelungen. Man hört jede Änderung am Motor oder Getriebe und die Musikwahl ist auch sehr abwechslungsreich. Unter anderem sind Interpreten wie Xzibit, Snopp Dog, Paul van Dyk und Queens of the Stone Age vertreten. Also eine, wie gewohnt, sehr gelungene musikalische Mischung von Electronic Arts. Ist man im Besitz einer Dolby Digital 5.1 Anlage, so genießt man einen wirklich sehr gelungen Raumklang mit nettem Bass. Ärgerlich ist aber mal wieder, dass es nicht möglich ist, seine eigene Musik von der Festplatte im Spiel zu verwenden, obwohl das heutzutage schon fast zum Standard bei XBox-Rennspielen gehört. Wie gerne würde ich doch mit meiner Lieblingsmusik durch die Stadt heizen. Naja, hoffentlich werde ich im nächsten Teil erhört.


Eine der wichtigsten Neuerungen ist der Live Support, denn darauf habe ich mich am meisten gefreut. Kurz gesagt man hat mich nicht enttäuscht! Das Ganze läuft meistens ruckelfrei von statten, es sind immer Spieler anwesend und zudem werden einem die ganzen Spielmodi des Karrieremodus geboten. Am meisten Spaß macht es natürlich den anderen Spielern seine getunten Schätzchen zu zeigen ;-). Wünschenswert wäre es allerdings gewesen, wenn man mit acht oder zwölf, statt nur mit vier Gegnern zocken und zudem neue Strecken oder Autos downloaden könnte. Aber man kann nicht alles haben. Natürlich könnt ihr euch auch Offline per Splitscreen mit einem Kumpel ein heißes Rennen liefern. Systemlink wird leider nicht unterstützt.

Fazit: Need for Speed Underground 2 bietet viele Neuerungen und man merkt deutlich das auch EA die Kritik aus dem ersten Teil wahr genommen hat. Die meisten Fehler (mal abgesehen vom Kantenflimmern) sind bereinigt worden. Dadurch ist der Titel auch um einiges besser als sein Vorgänger. Perfekt ist das Spiel aber dennoch nicht. Die Mängel wie leichten Fehler im Gameplay und das fehlende Soundtrackfeature machen das Spiel sicher nicht kaputt, aber es ist unschön das man die Version immer noch nicht die XBox spezifischen Hardwareleistung optimiert. Aber welches Spiel ist schon perfekt? Also Daumen hoch für NFSU2!
 Facts
Publisher : EAUSK : 6
Entwickler : Electronic ArtsRelease-Date : 18.11.2004
Global Sound/Bild Steuerung XBOX-Live
Offline Players1-2
SystemlinkNein
Xbox ExklusivNein
THX SoundJa
Dolby 5.1Ja
TV-Format16:9
LenkradJa
Arcade StickNein
Light GunNein
Online MultiplayerJa
Content DownloadsNein
  


Bewertung
Gameplay : 90% Sound : 85% Grafik : 75% Steuerung : 90% Multiplayer : 85%
Gesamt-Bewertung


Kommentar des Redakteurs

Als Fan der Need for Speed Reihe konnte ich mich auch für NFSU2 begeistern. Es macht einfach riesig Spaß seinen Wagen nach eigenen Vorstellungen zu tunen. Da sehe ich auch gerne über die kleinen Fehler im Gameplay und die etwas veraltete Grafik hinweg.

Erstellt am : 09.01.2005      Autor : Tim Berwian          © EVO-X.DE & XBLIVE.DE
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