|
Was bisher geschah ...
Der 25-jährige Desmond Miles wird von Abstergo Industries, einem
undurchsichtigen Konzern, in Gewahrsam genommen. Die an ihm
vorgenommenen Experimente drehen sich immer wieder um den Animus, eine
Maschine, die es Dr. Warren Vidic ermöglicht, mittels Desmonds
genetischem Speicher auf Erinnerungen von dessen Vorfahren zuzugreifen.
Der Dr. hofft, dadurch das Geheimnis der Verbindung Desmonds mit seinen
Ahnen und den Assassinen zu lüften. Vor allem sucht er aber ein
mächtiges Artefakt, den Edenapfel.
Gefangen von Abstergo wird Desmond an den Animus angeschlossen und in
die Erinnerungen seines Ahnen Altaïr Ibn-La'Ahad geworfen, einem
Mitglied des Assassinen Ordens zur Zeit des dritten Kreuzzuges. Desmond
erforscht die Erinnerungen Altaïrs auf der Suche nach einer mysteriösen
Verschwörung, von der Dr. Warren Vidic besessen zu sein scheint. Desmond
entdeckt einen uralten Konflikt zwischen zwei Geheimorganisationen, den
Assassinen und den Templern, beide auf der Suche nach einem Artefakt,
mächtig genug, um die ganze Welt neu zu formen.
Eine Offenbarung folgt der anderen, als Desmond sich über die Bedeutung
seiner Gefangenschaft klar wird. Abstergo wird von den Templern
kontrolliert und Desmonds Aktivitäten im Animus dienen der Suche nach
den Edensplittern. Das sind mächtige Artefakte, die das Schicksal der
Menschheit in die Hände der Templer legen würden. Lucy, Dr. Vidics
Assistentin, verrät Desmond, dass sie insgeheim für die Assassinen
arbeitet, und hilft ihm zu fliehen. Dabei gelingt es ihnen wichtige
Daten über den Animus zu entwenden.
Endlich frei von Abstergo steht Desmond vor einer schwierigen
Entscheidung. Lucy bittet ihn, sich den Assassinen anzuschließen und
beim Kampf gegen die Templer zu helfen. Aber Lucy hätte sich ihre
wohlüberlegten Worte sparen können, denn Desmond hat sich längst
entschieden, den Assassinen beizutreten. Lucy stellt Desmond zwei
weiteren Mitgliedern des Assassinen Ordens vor, Shaun Hastings und
Rebecca Crane. Die beiden werden ihn bei seiner Ausbildung zu einem
vollwertigen Assassinen unterstützen.
Mithilfe der Erinnerungen, die Lucy bei ihrer gewagten Flucht aus
Abstergos Labor stehlen konnte, betritt Desmond im Versteck der
Assassinen erneut den Animus und durchlebt die Erinnerungen eines neuen
Ahnen: Ezio Auditore da Firenze. Als Sohn eines erfolgreichen Bankiers
ist Ezio Erbe einer Position im Orden der Assassinen und eine
Schlüsselfigur in der Geschichte des Ordens. Mit Ezio als eine Art
Vehikel, nutzt Desmond dessen Erinnerungen, um sich auf den
fortdauernden Kampf gegen Abstergo und damit gegen die Templer zu
rüsten.
Beim Erforschen der Erinnerungen Ezios wird Desmond sich einiger
ungewöhnlicher neuer Fähigkeiten bewusst, die durch den Kontakt mit den
Erinnerungen seines Vorfahren erweckt wurden. Eine als "Sickereffekt"
bekannte Nebenwirkung des Animus ist es, dass Erfahrungen und Kenntnisse
von Vorfahren förmlich in den Benutzer "einsickern". Leider ist dieser
"Sickereffekt" einer Multiplen Persönlichkeitsstörung nicht unähnlich,
was die Betroffenen in den Wahnsinn treiben kann ... ein Schicksal, das
anscheinend Desmonds Vorgänger ereilt hat, Subjekt 16.
Nach Ezios dramatischer Begegnung mit dem Papst durchlebt Desmond eine
ziemlich krasse Erinnerung, in der Ezio in einem Gewölbe einer
mysteriösen Lichtgestalt namens Minerva begegnet. Interessanterweise
verlangt Minerva nach Desmond und nicht nach Ezio (was Letzteren
ziemlich durcheinanderbringt) und erzählt von einer uralten Apokalypse,
die ihre halbgöttliche Rasse und die noch junge Menschheit heimgesucht
hat. Minerva erwähnt noch weitere Tempel, in denen etwas zu finden sei,
dass die heraufziehende Katastrophe abwenden könne.
Gerade, als Desmond dem Animus mit der neuen Erkenntnis entsteigt, dass
eine Reihe uralter und für das Wohl der Erde unverzichtbarer Artefakte
weltweit an geheimen Orten versteckt sind, warnt Lucy ihn vor einem
bevorstehenden Großangriff Abstergos auf das Versteck der Assassinen.
Nach einer kurzen Begegnung mit Dr. Warren Vidic, in der Desmond auch
Gelegenheit hat, seine neu erworbenen Fähigkeiten im Umgang mit der
versteckten Klinge an Abstergos Schergen zu testen, gelingt Desmond,
Lucy, Shaun und Rebecca erneut die Flucht.
Obwohl Desmond innerhalb des Animus viel gelernt hat, steht fest, dass
in Ezios Erinnerungen weitere wichtige Daten versteckt sind. Während die
kleine Gruppe von Assassinen der Rettung entgegen rast, plagen Desmond
wichtige Fragen ... um die Antworten zu finden gibt es nur eine
Möglichkeit. Erneut verbindet er sich mit den zahllosen Kabeln und
Elektroden des Animus, um ins Italien der Renaissance zurückzukehren.
Dort hofft er, das Rätsel, das droht, zum Verhängnis des gesamten
Planeten zu werden, zu lösen.
Alle Wege führen nach ...
Nach dem Desmond nun wieder in sein Alterego Ezio geschlüpft ist, wird
die Story nun konsequent an der Stelle weiter fortgesponnen, an der sie
im 2. Teil endete. Der Papst ist tot, der Edenapfel befindet sich nun in
den Händen der Assassinen und eigentlich möchte Ezio sich nun wieder
den schönen Dingen des Lebens, sprich dem weiblichen Geschlecht widmen.
Zurückgekehrt in das Bergdorf Monteriggioni, dem Stammsitz seiner
Familie, stellt er fest, dass man dort mittels Kanonen aufgerüstet hat,
um auf etwaige Rachefeldzüge der Borgias gewappnet zu sein. Doch was
nutzen einem die schönsten Kanonen, wenn keiner diese wirklich zu
bedienen weiß?
So kam es dann, wie es kommen musste. Das spanische Geschlecht der
Borgias holt zum mächtigen Gegenschlag aus und vernichtet in nur einer
Nacht das ganze Dorf, nebst seiner Freunde und Anverwandten. Nur wenige
Bürger, darunter auch Ezio, können dieser sich stellenden Übermacht nur
durch eine beherzte Flucht durch die unterirdischen Katakomben des
Bergdorfes entkommen. Nun ist Ezio schlagartig klar geworden, dass seine
Schlacht noch lange nicht vorbei ist.
Ezios erbitterter Kampf gegen den mächtigen Templer-Orden geht also in
die nächste Runde. Diesmal führt es den legendären Meister-Assassinen
nach Rom. Dort plant Ezio das Übel an seiner Wurzel zu bekämpfen. Doch
Gier und Korruption haben die Herrschaft über die gewaltige Metropole an
sich gerissen.
Um die korrupten Tyrannen der Hauptstadt zu besiegen, braucht Ezio mehr
als nur Stärke. Auch seine Führungsqualitäten sind gefragt. Die gesamte
Bruderschaft der Assassinen steht Ezio treu zur Seite und erwartet seine
Befehle. Nur wenn die Assassinen wie ein Mann zusammenarbeiten, können
sie ihre Todfeinde bezwingen.
Nur zusammen sind wir stark ...
Im Gegensatz zu den bisherigen Teilen, muss Ezio den Kampf dieses Mal
nicht alleine führen. Er wird in Rom von einer bis zu zwölfköpfigen
Gruppe junger Assassinen-Anwärter unterstützt, die das Meuchelhandwerk
unter seiner Anleitung zur Perfektion bringen wollen. Zum ersten Mal in
der Geschichte von Assassins Creed haben die Entwickler hier sogar
rollenspielähnliche Strukturen implementiert, in dem man seine Mannen
ausstatten und zu Aufträgen auch aussenden kann.
In diesem Zusammenhang werden dann Erfahrungspunkte gesammelt, die das
eigene Ansehen in der Metropole auch steigern. Überhaupt sind in diesem
Teil die Beziehungen zu verschiedenen Gruppen der Bevölkerung sehr
wichtig. Auch ist es von Vorteil, wenn man sich durch Erwerb eine eigene
Infrastruktur mit Banken, Arztpraxen, Schneidereien, Schmieden und
gewissen Etablissements gönnt.
Déjà vu ...
Die eigentliche Spielstruktur ist gewohnt sehr gut geblieben. Wir haben
zwar dieses Mal nur eine Stadt zur Verfügung, doch diese ist dafür so
groß wie Florenz, Venedig und Forli zusammen. Hauptziel ist es die 17
Capitanos der durch die Borgia geführten Viertel auszuschalten und dem
gemeinen Volk in Form von symbolisch brennenden Wachtürmen zu beweisen,
dass die Macht der Borgia in diesem Stadtteil zusammengebrochen ist.
Erst danach kann man sich der Souveränität des römischen Volkes sicher
sein. Auch wenn diese Aufgabe zunächst monoton erscheint, versteht es
Ubisoft die Story lebendig zu erzählen. Langeweile? Bisher Fehlanzeige.
Da war doch noch was ...
Ja, neben der spannenden Fortschreibung der Story, gibt es jetzt eine
echte Neuerung. Assassins Creed Brotherhood goes Multiplayer. Doch wer
nun die üblichen Verdächtigen wie Capture the Flag oder Deathmatch
erwartet, wird diese vergeblich suchen. Wenn man schon als
Auftragskiller unterwegs ist, warum sollte man dieses Konzept im
Multiplayer ändern? Im Prinzip geht in den Multiplayer-Modi immer darum
eine Zielperson zu töten. Das passiert entweder in der Allianz mit einem
anderen Mitspieler oder aber alleine. Das Besondere bei diesen 8
Spieler Matches ist allerdings, dass ihr genauso auf einer Todesliste
steht und keiner genau weiß, von genau welchem der Spieler er nichts
Gutes zu erwarten hat. Leider konnten wir die Modi bisher noch nicht
Online überprüfen. Spannend klingt es aber zumindest.
Ist es nun nur Assassins Creed 2.5 oder doch mehr ...
Sagen wir mal so ... die Neuerungen sind zwar überschaubar, doch sie
sind latent vorhanden. In erster Linie ist Assassins Creed Brotherhood
aber nun immer noch ein Spiel mit Fokus auf den Singleplayer, dass
sowohl grafisch, als auch inhaltlich zu begeistern vermag. Für den, der
die Teile 1 und 2 gespielt hat, ist der neue Teil eine Pflichtübung.
Leute die bisher noch keinen der Teile gespielt haben, sollten das nach
meiner bescheidenen Meinung nach erst mal tun, bevor sie sich durch das
Spielen von Teil 3 die Story der ersten Teile versauen.
Fazit ...
Kurz und knapp ... kaufen!
|