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Fast auf den Tag genau vor einem Jahr brachte Ubisoft den 1. Nachfolger der Assassin´s Creed Saga auf die heimischen Konsolen. Man hatte sich der Kritik des ersten Teiles gestellt und bot dem Spieler neben einer brillianten Grafik, nun auch eine richtig packende Story mit Tiefgang, die manchen unserer User für Tage an die Konsole fesselte. Selten das ein zweiter Teil erfolgreicher ist, als der Ursprung der Serie, doch nun ist der Anspruch der Fans auch gestiegen. Kann Ubisoft diesem Anspruch nach nur knapp einem Jahr gerecht werden oder will man nur die Kuh melken solange sie noch Milch gibt?


Was bisher geschah ...

Der 25-jährige Desmond Miles wird von Abstergo Industries, einem undurchsichtigen Konzern, in Gewahrsam genommen. Die an ihm vorgenommenen Experimente drehen sich immer wieder um den Animus, eine Maschine, die es Dr. Warren Vidic ermöglicht, mittels Desmonds genetischem Speicher auf Erinnerungen von dessen Vorfahren zuzugreifen. Der Dr. hofft, dadurch das Geheimnis der Verbindung Desmonds mit seinen Ahnen und den Assassinen zu lüften. Vor allem sucht er aber ein mächtiges Artefakt, den Edenapfel.

Gefangen von Abstergo wird Desmond an den Animus angeschlossen und in die Erinnerungen seines Ahnen Altaïr Ibn-La'Ahad geworfen, einem Mitglied des Assassinen Ordens zur Zeit des dritten Kreuzzuges. Desmond erforscht die Erinnerungen Altaïrs auf der Suche nach einer mysteriösen Verschwörung, von der Dr. Warren Vidic besessen zu sein scheint. Desmond entdeckt einen uralten Konflikt zwischen zwei Geheimorganisationen, den Assassinen und den Templern, beide auf der Suche nach einem Artefakt, mächtig genug, um die ganze Welt neu zu formen.

Eine Offenbarung folgt der anderen, als Desmond sich über die Bedeutung seiner Gefangenschaft klar wird. Abstergo wird von den Templern kontrolliert und Desmonds Aktivitäten im Animus dienen der Suche nach den Edensplittern. Das sind mächtige Artefakte, die das Schicksal der Menschheit in die Hände der Templer legen würden. Lucy, Dr. Vidics Assistentin, verrät Desmond, dass sie insgeheim für die Assassinen arbeitet, und hilft ihm zu fliehen. Dabei gelingt es ihnen wichtige Daten über den Animus zu entwenden.

Endlich frei von Abstergo steht Desmond vor einer schwierigen Entscheidung. Lucy bittet ihn, sich den Assassinen anzuschließen und beim Kampf gegen die Templer zu helfen. Aber Lucy hätte sich ihre wohlüberlegten Worte sparen können, denn Desmond hat sich längst entschieden, den Assassinen beizutreten. Lucy stellt Desmond zwei weiteren Mitgliedern des Assassinen Ordens vor, Shaun Hastings und Rebecca Crane. Die beiden werden ihn bei seiner Ausbildung zu einem vollwertigen Assassinen unterstützen.

Mithilfe der Erinnerungen, die Lucy bei ihrer gewagten Flucht aus Abstergos Labor stehlen konnte, betritt Desmond im Versteck der Assassinen erneut den Animus und durchlebt die Erinnerungen eines neuen Ahnen: Ezio Auditore da Firenze. Als Sohn eines erfolgreichen Bankiers ist Ezio Erbe einer Position im Orden der Assassinen und eine Schlüsselfigur in der Geschichte des Ordens. Mit Ezio als eine Art Vehikel, nutzt Desmond dessen Erinnerungen, um sich auf den fortdauernden Kampf gegen Abstergo und damit gegen die Templer zu rüsten.

Beim Erforschen der Erinnerungen Ezios wird Desmond sich einiger ungewöhnlicher neuer Fähigkeiten bewusst, die durch den Kontakt mit den Erinnerungen seines Vorfahren erweckt wurden. Eine als "Sickereffekt" bekannte Nebenwirkung des Animus ist es, dass Erfahrungen und Kenntnisse von Vorfahren förmlich in den Benutzer "einsickern". Leider ist dieser "Sickereffekt" einer Multiplen Persönlichkeitsstörung nicht unähnlich, was die Betroffenen in den Wahnsinn treiben kann ... ein Schicksal, das anscheinend Desmonds Vorgänger ereilt hat, Subjekt 16.

Nach Ezios dramatischer Begegnung mit dem Papst durchlebt Desmond eine ziemlich krasse Erinnerung, in der Ezio in einem Gewölbe einer mysteriösen Lichtgestalt namens Minerva begegnet. Interessanterweise verlangt Minerva nach Desmond und nicht nach Ezio (was Letzteren ziemlich durcheinanderbringt) und erzählt von einer uralten Apokalypse, die ihre halbgöttliche Rasse und die noch junge Menschheit heimgesucht hat. Minerva erwähnt noch weitere Tempel, in denen etwas zu finden sei, dass die heraufziehende Katastrophe abwenden könne.

Gerade, als Desmond dem Animus mit der neuen Erkenntnis entsteigt, dass eine Reihe uralter und für das Wohl der Erde unverzichtbarer Artefakte weltweit an geheimen Orten versteckt sind, warnt Lucy ihn vor einem bevorstehenden Großangriff Abstergos auf das Versteck der Assassinen. Nach einer kurzen Begegnung mit Dr. Warren Vidic, in der Desmond auch Gelegenheit hat, seine neu erworbenen Fähigkeiten im Umgang mit der versteckten Klinge an Abstergos Schergen zu testen, gelingt Desmond, Lucy, Shaun und Rebecca erneut die Flucht.

Obwohl Desmond innerhalb des Animus viel gelernt hat, steht fest, dass in Ezios Erinnerungen weitere wichtige Daten versteckt sind. Während die kleine Gruppe von Assassinen der Rettung entgegen rast, plagen Desmond wichtige Fragen ... um die Antworten zu finden gibt es nur eine Möglichkeit. Erneut verbindet er sich mit den zahllosen Kabeln und Elektroden des Animus, um ins Italien der Renaissance zurückzukehren. Dort hofft er, das Rätsel, das droht, zum Verhängnis des gesamten Planeten zu werden, zu lösen.


Alle Wege führen nach ...

Nach dem Desmond nun wieder in sein Alterego Ezio geschlüpft ist, wird die Story nun konsequent an der Stelle weiter fortgesponnen, an der sie im 2. Teil endete. Der Papst ist tot, der Edenapfel befindet sich nun in den Händen der Assassinen und eigentlich möchte Ezio sich nun wieder den schönen Dingen des Lebens, sprich dem weiblichen Geschlecht widmen. Zurückgekehrt in das Bergdorf Monteriggioni, dem Stammsitz seiner Familie, stellt er fest, dass man dort mittels Kanonen aufgerüstet hat, um auf etwaige Rachefeldzüge der Borgias gewappnet zu sein. Doch was nutzen einem die schönsten Kanonen, wenn keiner diese wirklich zu bedienen weiß?

So kam es dann, wie es kommen musste. Das spanische Geschlecht der Borgias holt zum mächtigen Gegenschlag aus und vernichtet in nur einer Nacht das ganze Dorf, nebst seiner Freunde und Anverwandten. Nur wenige Bürger, darunter auch Ezio, können dieser sich stellenden Übermacht nur durch eine beherzte Flucht durch die unterirdischen Katakomben des Bergdorfes entkommen. Nun ist Ezio schlagartig klar geworden, dass seine Schlacht noch lange nicht vorbei ist.

Ezios erbitterter Kampf gegen den mächtigen Templer-Orden geht also in die nächste Runde. Diesmal führt es den legendären Meister-Assassinen nach Rom. Dort plant Ezio das Übel an seiner Wurzel zu bekämpfen. Doch Gier und Korruption haben die Herrschaft über die gewaltige Metropole an sich gerissen.

Um die korrupten Tyrannen der Hauptstadt zu besiegen, braucht Ezio mehr als nur Stärke. Auch seine Führungsqualitäten sind gefragt. Die gesamte Bruderschaft der Assassinen steht Ezio treu zur Seite und erwartet seine Befehle. Nur wenn die Assassinen wie ein Mann zusammenarbeiten, können sie ihre Todfeinde bezwingen.


Nur zusammen sind wir stark ...

Im Gegensatz zu den bisherigen Teilen, muss Ezio den Kampf dieses Mal nicht alleine führen. Er wird in Rom von einer bis zu zwölfköpfigen Gruppe junger Assassinen-Anwärter unterstützt, die das Meuchelhandwerk unter seiner Anleitung zur Perfektion bringen wollen. Zum ersten Mal in der Geschichte von Assassins Creed haben die Entwickler hier sogar rollenspielähnliche Strukturen implementiert, in dem man seine Mannen ausstatten und zu Aufträgen auch aussenden kann.

In diesem Zusammenhang werden dann Erfahrungspunkte gesammelt, die das eigene Ansehen in der Metropole auch steigern. Überhaupt sind in diesem Teil die Beziehungen zu verschiedenen Gruppen der Bevölkerung sehr wichtig. Auch ist es von Vorteil, wenn man sich durch Erwerb eine eigene Infrastruktur mit Banken, Arztpraxen, Schneidereien, Schmieden und gewissen Etablissements gönnt.


Déjà vu ...

Die eigentliche Spielstruktur ist gewohnt sehr gut geblieben. Wir haben zwar dieses Mal nur eine Stadt zur Verfügung, doch diese ist dafür so groß wie Florenz, Venedig und Forli zusammen. Hauptziel ist es die 17 Capitanos der durch die Borgia geführten Viertel auszuschalten und dem gemeinen Volk in Form von symbolisch brennenden Wachtürmen zu beweisen, dass die Macht der Borgia in diesem Stadtteil zusammengebrochen ist. Erst danach kann man sich der Souveränität des römischen Volkes sicher sein. Auch wenn diese Aufgabe zunächst monoton erscheint, versteht es Ubisoft die Story lebendig zu erzählen. Langeweile? Bisher Fehlanzeige.


Da war doch noch was ...

Ja, neben der spannenden Fortschreibung der Story, gibt es jetzt eine echte Neuerung. Assassins Creed Brotherhood goes Multiplayer. Doch wer nun die üblichen Verdächtigen wie Capture the Flag oder Deathmatch erwartet, wird diese vergeblich suchen. Wenn man schon als Auftragskiller unterwegs ist, warum sollte man dieses Konzept im Multiplayer ändern? Im Prinzip geht in den Multiplayer-Modi immer darum eine Zielperson zu töten. Das passiert entweder in der Allianz mit einem anderen Mitspieler oder aber alleine. Das Besondere bei diesen 8 Spieler Matches ist allerdings, dass ihr genauso auf einer Todesliste steht und keiner genau weiß, von genau welchem der Spieler er nichts Gutes zu erwarten hat. Leider konnten wir die Modi bisher noch nicht Online überprüfen. Spannend klingt es aber zumindest.


Ist es nun nur Assassins Creed 2.5 oder doch mehr ...

Sagen wir mal so ... die Neuerungen sind zwar überschaubar, doch sie sind latent vorhanden. In erster Linie ist Assassins Creed Brotherhood aber nun immer noch ein Spiel mit Fokus auf den Singleplayer, dass sowohl grafisch, als auch inhaltlich zu begeistern vermag. Für den, der die Teile 1 und 2 gespielt hat, ist der neue Teil eine Pflichtübung. Leute die bisher noch keinen der Teile gespielt haben, sollten das nach meiner bescheidenen Meinung nach erst mal tun, bevor sie sich durch das Spielen von Teil 3 die Story der ersten Teile versauen.


Fazit ...

Kurz und knapp ... kaufen!



Bewertung
Gameplay : 89% Sound : 92% Grafik : 88% Steuerung : 93% Multiplayer : 88%
Gesamt-Bewertung


Kommentar des Redakteurs
Assassins Creed Brotherhood ist ein würdiger Nachfolger des 2. Teiles. Ich hätte mir vielleicht noch eine leicht veränderte Spielmechanik mit etwas kniffligeren Aufgaben oder Rätseln gewünscht, die nicht nur das Meucheln im Fokus haben.
Erstellt am : 16.11.2010      Autor : Oliver Hennig          © EVO-X.DE & XBLIVE.DE
GAME-FACTS
Publisher : Ubisoft
Entwickler : Ubisoft Montreal
Release : 18.11.2010

Genre : Action Adventure
Player : 1
USK Einstufung

ab 16 Jahre
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ACB
Titel : Assassin`s Creed Brotherhood      Publisher : Ubisoft      Release : 18.11.2010
Titel : Assassin`s Creed Brotherhood      Publisher : Ubisoft      Release : 18.11.2010
Titel : Assassin`s Creed Brotherhood      Publisher : Ubisoft      Release : 18.11.2010
Titel : Assassin`s Creed Brotherhood      Publisher : Ubisoft      Release : 18.11.2010
Titel : Assassin`s Creed Brotherhood      Publisher : Ubisoft      Release : 18.11.2010
Titel : Assassin`s Creed Brotherhood      Publisher : Ubisoft      Release : 18.11.2010
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