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Es gibt Spiele, von denen man weiß, dass sie gut werden, wenn                                                    man das erste Mal von ihnen hört. Sie sind innovativ, grafisch ansprechend                                   und geben ihrem Genre eine ganz besondere Note. Dies war auch bei Juiced der Fall. Juiced wurde ursprünglich von Acclaim entwickelt und sollte vor rund einem Jahr in den Läden stehen. Doch leider segnete Acclaim das Zeitliche. Es dauerte eine Weile bis THQ Juiced unter seine Fittiche nahm und nach einigem Hin und Her dann doch noch veröffentliche. Nur wurden in der Zwischenzeit Titel wie Need for Speed 2, Midnight Club 3 oder Burnout 3 auf die Spielerschaft losgelassen und die setzten neue Maßstäbe.




Ausstattung
-50 lizensierte Wagen
- mehr als 100 Tuningteile
- 3 Spielmodi (Karriere, Arcade, Angepasstes Rennen)
- Multiplayermodus

Doch Juiced hat nicht sein ganzes Potenzial eingebüßt. Am Anfang gibt sich der Spieler einen Namen, legt einen Namen für seine Crew fest, sucht sich ein Symbol für selbige aus und kann sich dann noch ein Handy aussuchen.Welches Handy man wählt hat im Spiel nur optische Einflüsse, ihr verabredet euch nämlich mit dem Handy zu Rennen, nehmt Herausforderungen an oder fordert andere Fahrer zum Duell heraus.

Karrieremodus
Der Karrieremodus ist so gestaltet, dass man sich auf einem Kalender ein passendes Rennen aussucht. Bei "Von A nach B" fahrt ihr auf einem Rundkurs eine einzelne Runde und wer zuerst ankommt ist der Sieger. Bei "Sprint" dreht sich alles um Beschleunigung und man fährt auf einer fast geraden Strecke. Dann gibt es den sogenannten "Rundkurs" hier fahrt ihr meist drei Runden um eine festgelegte Strecke. Bei "Angeben" dreht sich alles genau um selbiges, hier kann man sich mit waghalsigen Manövern eine Menge Respekt verdienen. Zu den Strecken sei gesagt, dass es sich hierbei bis auf die "Sprints" ausschließlich um Rundkurse handelt. Das Streckendesign ist dabei nicht so spannend wie es sein sollte, erfüllt aber seinen Zweck. Da die Entwickler wert darauf gelegt haben, eine Stadt so realistisch wie möglich zu gestalten, sind fast alle Strecken beidseitig von Bordsteinen begrenzt, die es einem erheblich schwieriger machen um die Kurven zu fahren, da man ihnen ausweichen muss. Nachdem ihr euer Profil erstellt habt, gibt es gleich ein schnelles Rennen gegen T.K., der zu Anfang des Spiels den Hauptprotagonisten mimt. Nach dem Rennen ist man hoffentlich etwas reicher und ihr könnt euch einen der Anfangswagen leisten. Leider stehen am Anfang nur ein Käfer GLS 1.8T, ein Honda CR-X und ein Peugeot 206 GTI zur Wahl. Das klingt zwar nicht so berauschend, aber ihr könnt die Karren ja gleich aufmotzen und daraus echte Schmuckstücke machen. Juiced bietet weit über Einhundert verschiedene Tuningteile, von denen einige erst freigespielt werden wollen. In der Werkstatt könnt ihr euren Wagen auch tiefer legen, ihm eine aufregende Lackierung verpassen, ihn mit Vinyls verschönern und ihr könnt ein Soundsystem in ihn einbauen lassen. Dies hat natürlich keine Auswirkungen auf euer Fahrverhalten, hilft aber dabei, sich Respekt zu verschaffen. Respekt ist ein wichtiger Faktor bei Juiced, denn durch ihn werden andere Fahrer auf euch aufmerksam und hat man genügend Respekt geerntet, kann man gegen andere Crews antreten und auch in deren Gebieten fahren und so neue Strecken freischalten. Respekt bekommt ihr, indem ihr Rennen mit Vorsprung gewinnt oder richtig gut angebt. Doch Vorsicht, verliert ihr Rennen oder den Zuschauern gefällt der Wagen nicht, geht der wohlverdiente Respekt sehr schnell wieder verloren. Mit gewonnenen Rennen verdient ihr euch nicht nur Respekt, sondern erhaltet so auch Kohle. Diese wird auch dringend benötigt, denn obwohl die meisten Rennen am Anfang frei sind, so muss man im späteren Verlauf des Spiels für immer mehr Rennen eine Antrittsgebühr bezahlen. Mit der verdienten Kohle kan man mit anderen Fahrern Wetten abschließen und so das eigene Konto aufstocken oder aber auch ganz schnell in eine finanzielle Krise stürzen. Jede Wette die ihr verliert tut weh, denn ihr müsst nicht nur das Tuning bezahlen, nein ihr müsst auch nach jedem Rennen Wartungskosten und eventuell anfallende Reparaturen bezahlen. Wenn man also ein paar Mal die Bande berührt oder mal wieder von den stur auf Ideallinie fahrenden KI-Gegnern weggerammt wird, kann das sehr schnell sehr teuer werden. Habt ihr euch erstmal genug Geld und Respekt erarbeitet, kann es passieren, das euer Handy klingelt und ein Fahrer eurer Crew beitreten will. In Juiced könnt ihr nämlich eure Crew für euch Rennen fahren lassen und ihr gebt ihnen dann während des Rennens eines von drei verschiedenen Kommandos. Ihr müsst dann dem Rennen in Echtzeit zusehen. Da die KI aber alles andere als spektakulär ist, könnt ihr in der Zwischenzeit getrost auf Evo-X rumsurfen und im Forum lesen. Dieses Feature ist zwar ganz nett, aber ich will selber Rennen fahren und nicht der KI dabei zusehen. Mit genügend Respekt könnt ihr ebenfalls einen der "Hauptgegner" zu einem Duell herausfordern, in welchem ihr um euer Auto fahrt. Das es das Spiel dabei ernst meint, merkt man auch gleich sofort, denn das Spiel weist uns darauf hin, dass selbst bei einem Stromausfall das Duell als verloren gilt und ihr so die Karre los seid. Die Duelle sind hart, sehr hart. Auch wenn ihr euren Gegner zuvor in Grund und Boden gefahren habt, auch wenn ihr jede Wette gegen ihn gewonnen habt und auch klar das überlegene Auto habt, wird euer Gegner wie ein junger Gott fahren. Habt ihr das Duell erstmal verloren und damit auch höchstwahrscheinlich euren ganzen Besitz, bekommt ihr von einem unbekannten Gönner Geld spendiert, dass ihr dann in einen neuen Wagen investieren könnt. Gerade das Geld spielt bei Juiced eine wichtige Rolle und ist einer der Punkte an dem euch das Spiel hängen lässt. Dank der äußerst aggressiven Autospeicherfunktion kann es passieren, dass ihr nach ein paar verlorenen Rennen, gepaart mit etwas übertriebenen Wetten plötzlich komplett ohne Geld dasteht. Da im späteren Verlauf, wie schon erwähnt, Antrittsgebühren für die meisten Rennen fällig werden, ist man fast nur noch damit beschäftigt durch den Kalender zu blättern und nach Rennen zu suchen, die kostenlos sind. Spätestens wenn man diese dann auch noch verliert, beginnt die Frustkurve sehr schnell zu steigen. Hier hätte der Spieler deutlich besser an die Hand genommen werden können.

Arcade
Der Arcade-Modus ist eigentlich ein kleines eigenes Spiel an sich. Hier könnt ihr aber weder eure Karren aufmotzen, noch Geld auf andere Fahrer
setzen. Ihr bekommt hier am Start des Rennens ein fertiges Auto vor die Nase gesetzt. Im Arcade-Modus gibt es sogenannte Serien, die ihr abschließen müsst, um die nächst höhere freizuschalten. Ihr beginnt in der Anfängerserie und arbeitet euch durch zehn Serien durch, wobei die Autos immer besser werden. Obwohl dieser Modus ziemlich minimalistisch ist, merkt man hier eigentlich erst, was für ein gutes Rennspiel Juiced doch eigentlich ist. Während man im Karriere-Modus schnell gefrustet ist, kann man hier gut Autorennen fahren.

Grafik
Dem Spiel merkt man leider das Alter der Technik an. Die Grafik ist zwar gut, kann aber mit den oben genannten Genregrößen nicht richtig mithalten. Dafür läuft das Spiel absolut ruckelfrei und nur ganz selten kann man ein paar vereinzelte Popups beobachten. Die Geschwindigkeit ist, den richtigen Wagen vorausgesetzt, richtig schnell und schaltet man den Nitro zu, bekommt man ein paar schöne Verwischeffekte zu sehen. Die Umgebungsgrafik ist auch gelungen man fährt zwar Hauptsächlich durch die Häuserschluchten, trotzdem hat man nie wirklich das Gefühl den gleichen Kurs schon mal unter anderem Namen gefahren zu sein. Zusätzlich fliegen auch noch Hubschrauber und Jumbojets über die Rennstrecken hinweg. Die Fahrzeuge bieten allesamt ein Schadensmodell, doch man sollte sich bemühen dieses nicht auszureizen.

Sound
Soundtechnisch wird der mittlerweile gute Standard geliefert, die Motoren klingen satt und kräftig. Auch bei Kollisionen scheppert es ordentlich. Musikalisch hat Juiced etwas die Sparhosen an und so kommen doch relativ unbekannte Künstler zu Wort. Aber zum Glück kann man ja einen Custom-Soundtrack auswählen, sprich die Lieder, die ihr auf eurer Xbox gespeichert habt, und so wird dann zur Lieblingsmusik durch die Gegend gebrettert.

Multiplayer
Hier habt ihr die Wahl zwischen "Angepassten Rennen" und den "Karriererennen". In den "Angepassten Rennen" könnt ihr zum Beispiel die Autoklasse festlegen, modifizierte Autos zulassen oder ablehnen und Kollisionen ein und ausschalten. Die "Karriererennen" haben direkten Einfluss auf eure Offline-Karriere, verliert ihr hier also euren Wagen in einem Duell, so ist dieser auch in der Offline-Karriere futsch. Sobald ihr euch bei Xbox-Live angemeldet habt, bekommt ihr bei Rennen (off- und online) auch immer den Strecken-Weltrekord angezeigt. Leider muss man sagen, dass das Spiel online nicht sehr oft gespielt wird, selbst zu Stoßzeiten kann man sich glücklich schätzen wenn man mehr als fünf offene Rennen findet. Das ist Schade, denn gerade der Einfluss auf die Karriere ist doch ein vielversprechendes Feature.
 Facts
Publisher : THQUSK : -
Entwickler : THQRelease-Date : 02.09.2005
Global Sound/Bild Steuerung XBOX-Live
Offline Players1-2
Systemlink2-6
Xbox ExklusivNein
THX Sound-
Dolby 5.15.1
TV-Format480p
Lenkrad-
Arcade Stick-
Light Gun-
Online Multiplayer1-6
Content DownloadsJa
  


Bewertung
Gameplay : 79% Sound : 82% Grafik : 80% Steuerung : 85% Multiplayer : 80%
Gesamt-Bewertung


Kommentar des Redakteurs
Eigentlich kann man nur sagen, dass Juiced ein Hit gewesen wäre, wäre es wie geplant vor mehr als einem Jahr erschienen. Es handelt sich zweifelsohne um ein gutes Spiel, aber leider mehr auch nicht. Gerade was den Karrieremodus angeht, mit seinen netten Features wie den Wetten, den Crews und dem Respekt, hätte Juiced eine Menge Punkte einheimsen können, doch diese wurden leider verschenkt. Wer von Tuning-Racern nicht die Finger lassen kann, wird aber dennoch mit Sicherheit sehr glücklich mit diesem Spiel.
Erstellt am : 02.09.2005      Autor : Sebastian Paepke          © EVO-X.DE & XBLIVE.DE
PACKSHOT
         
         
         
         
         
         
         
         
         
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