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Die Story:
Um es kurz zu machen: MAG hat eigentlich keine wirkliche Story. MAG
spielt in einer fiktiven Zukunft, in der es so etwas wie Wehrpflicht
oder staatliche Armee nicht mehr gibt. Vorbei ist die Zeit, wo StUffz
Dummdödel mit fast schon niedlich von Ethanol verklärtem Blick Jagd auf
sture Abiturienten macht. Bei MAG haben 3 große private Einheiten, so
genannte PMCs (Private Military Corporations) die „Drecksarbeit“
übernommen. Diese setzen sich je nach Einheit aus Söldnern, Kriminellen
oder Ausgeschiedenen ehemaliger Spezialeinheiten zusammen. Diese
Einheiten nennen sich Valor, Raven und und S.V.E.R. So weit, so
belanglos. Nach einem vor Testosteron strotzenden Intro geht es dann
auch endlich los …
Zum Spiel:
Zuerst einmal geht es darum, sich für eine Spezialeinheit zu
entscheiden. In meinem Falle waren es die der GSG 9 ähnelnden Raven.
Schwarze Kampfkleidung hat einfach was. Schnell noch den Charakter ein
wenig in Sachen Gesicht, Stimme und Klamotten individualisiert und schon
kann es losgehen. Wer will, hat jetzt die Möglichkeit sich mit
Missionen, Waffen und Steuerung innerhalb des Trainings vertraut zu
machen. Ich habe mich allerdings gleich für den ersten Kampfeinsatz
entschieden, denn bei MAG kommen ohnehin nur die Harten in den Garten.
Aber dazu später mehr.
Zu Anfang stehen den MAG-Rekruten nur „Unterdrückung“ (eine Art Team-DM)
und „Sabotage“ zur Verfügung, um Erfahrungspunkte zu sammeln, die für die Weiterbildung
des Charakters elementar wichtig sind. Im Verlauf werden so neue
Spezifikationen, Goodies und Kampfeinsätze freigeschaltet. Doch bis
dahin ist es ein „harter“ Weg. Hochmotiviert stürze ich mich also in
mein erstes Team DM und staune nicht schlecht, wie oft man doch in einer
Runde so draufgehen kann. Ich bin zwar kein Egoshooter-Neuling aber
gerade durch die Anfangszeit musste ich mich wahrlich „durchbeißen“ .
Hin und wieder auch in den Controller „festbeißen“, denn wenn man so als
MAG-Frischling zwischen schon gedienten und spezialisierten Charakteren
rumirrt, kommt man sich ein wenig vor, wie beim ersten Schultag und das
beginnt gleich in der 8. Klasse. Überall ballerte und zischte es um
mich herum und ehe ich mich versah, spawnte ich weniger motiviert zum
10. Mal, um mit meinem gewählten Sniper-Rifle zumindest mal ein paar
Anwesenheitspunkte einzuheimsen.
Auch meine ersten Spiele bei „Sabotage“ und mit anderer Bewaffnung
brachte zu Anfang eher mäßigen Erfolg. Ich muss zugeben, eine Zeit lang
war ich gehalten, das Spiel mit einem lauten „Fuck“ in die Ecke zu
pfeffern. Doch dann, ein paar Spiele, EXPs und Spezialisierungen, wie
zum Beispiel einem besseren Zielfernrohr und dem Reanimations-Kid
später, ging die Motivations- und Erfolgskurve stetig bergauf. Ja, das
Spiel fing an richtig Spaß zu machen. Steuerung und die teils riesigen
Schlachtfelder waren so mit jedem neuen Rang immer mehr verinnerlicht.
Das volle Suchtpotential, im positiven Sinne, entfaltet MAG ohnehin
nicht vor dem Erreichen der Stufe 8.
Ab jetzt stehen einem nämlich nicht nur viele neue Gadgets zur
Verfügung, sondern auch die Spielmodi „Übernahme“ mit bis zu 128
Spielern gleichzeitig und die Königsdisziplin: „Herrschaft“. Hier kämpfen 256 Pixelsoldaten entweder als Verteidiger oder als
Angreifer gegeneinander. Und: Es funktioniert! Ein wesentlicher Faktor dafür, dass das Ganze
nicht in einem heillosen Chaos ausartet, ist die geniale Baumstruktur in
Sachen Befehlsgewalt und Truppeneinteilung. 128 Raven werden in Platoons und Squads unterteilt, die alle ihren
eigenen Leader haben. So wird die ganze Sache schon übersichtlicher,
denn man lernt sehr schnell sich besonders auf sein 8-köpfiges Squad zu
konzentrieren und erntet für erledigte Aufgaben besondere Befehlspunkte.
Das heißt Alleingänge sind zwar möglich, machen aber keinen wirklichen
Sinn. Zumindest nicht, wenn man gewinnen und seinen Charakter möglichst
weit entwickeln will. Bei dieser Entwicklung seines Charakters sollte
man sehr gut überlegen, wo seine Stärken im Spiel liegen und danach die
Punkte für Spezialisierungen vergeben. Ob Scharfschütze, Sanitäter,
Kundschafter oder Spezialist, alle haben ihre Stärken, aber auch etwaige
Schwächen. So erhält MAG auch im Bereich Balancing, wenn man nicht
gerade frisch einsteigt, einen durchweg positiven Eindruck. Die
Steuerung selber bedarf einiger Gewöhnung, geht allerdings nach der
„Feuertaufe“ der ersten Stufen gut von der Hand. Doch wie steht es mit
der Technik?
Grafik:
Grafisch ist MAG gewiss kein Meilenstein, aber stets zweckmäßig und
solide. Texturen, Charakterdesign und Explosionen gehen für ein Onlinespiel mit
solch einem Gegneraufkommen vollkommen in Ordnung. Nur die Animationen
lassen ab und zu einen faden Beigeschmack im sonst positiven
Gesamteindruck zurück. Mit einer guten DSL-Verbindung läuft MAG zu jeder
Zeit flüssig und gönnt sich kaum Slowdowns oder unspielbare Lags. Auch
bei 256 Spielern gleichzeitig geht MAG nicht in die Knie. Von der Seite
ist das Spiel ganz sicher technisch schon herausragend, auch wenn es
keine Grafikperle ist. Der Gore-Faktor ist als gering zu bezeichnen.
Literweise Blut, fliegende Gliedmaßen oder ähnliche rote Tücher der
Sittenwächter gibt es bei MAG nicht. Dem intensiven Spielgefühl schadet
das aber keinesfalls.
Fazit:
MAG ist durchaus ein zweischneidiges Schwert und sicher kein Spiel für
jedermann. Der Einstieg ist verglichen mit der Konkurrenz, wie BF BC 2
oder Modern Warfare 2, wesentlich schwerer. Die Motivation wird durch hohe Frustmomente in den ersten Ausbaustufen
stark gemindert und man muss sich fast schon zwingen sich da
durchzubeißen. Wer dies aber tut und sich auf das Spiel eine Zeit lang
einlässt, wird das große Potential und den hohen Spielwert zu schätzen
wissen. Gerade für große Clan-Kriege in Forengröße ist MAG schon durch seine
Strukturen wie gemacht. Die Kommunikation via Headsets innerhalb der Squads funktioniert
erstaunlich gut, auch wenn Englisch hier die Server dominiert. Alles in
allem: Zipper Interactive hat Wort gehalten und einen massiven
Online-Action-Shooter auf die PS3 gebracht.
Das MAG ich:
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intensive Schlachten mit 256 Mitspielern
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viele Ausbaumöglichkeiten des Charakters
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Strategische Elemente durch Squads und Klassen
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weitestgehend lagfrei und ohne Slowdowns
Das MAG ich nicht:
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anfänglich viele Frustmomente
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lange Spawnzeit und Spielsuche
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Grafisch „nur“ zweckmäßig
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