Story:
"...Jack Mason ist ein ausgebrannter
Arzt, der jeglichen Lebenswillen
verloren hatte, bis… ja, bis er bei einem Unfall während eines
Krankentransports beinahe umgekommen wäre. Jetzt sitzen er und seine
infizierte Patientin tief im Inneren des grauenhaftesten
Gefängnissektors fest, den es in diesem Ödland, genannt „Erde“, gibt.
In sechzehn Stunden wird eine Orbitalplattform eine endgültige
Kontaminierungs-Eindämmungs-Prozedur einleiten: den Abwurf einer
50-Megatonnen-Bombe auf Meereshöhe, um die Verseuchung zu
beseitigen...."
Spiel:
Kurz und knapp beschrieben: Du spielst den Arzt Jack Mason und musst
dich durch die 18 Levels des Spiels ballern. Dein Waffenarsenal scheint
auf den ersten Blick zwar klein zu sein, jedoch das besondere an Pariah
ist, dass die Waffen aufzurüsten sind. Durch diesen Umstand entsteht
letztendlich ein größeres Waffenarsenal als in den meisten anderen
Shootern zu Verfügung steht. Außerdem kannst du dich mit Hilfe eines
Heilungsgeräts auch selbst heilen. Das ist auch nicht unbedingt
verwunderlich, denn wie bereits erwähnt bist du Arzt.
Bei Pariah geht’s wirklich nur um das Ballern und die Missionsziele
sind alles andere als innovativ, aber das ist bei der Konkurrenz nicht
unbedingt anders ;-). Ähnlich wie bei Halo könnt ihr aber auch
verschiedene Fahrzeuge steuern, diese lassen sich sogar wesentlich
besser fahren als bei Halo. Überhaupt ist die Steuerung prima gelungen,
der Waffenwechsel, das Aufrüsten und sonstige Aktivitäten gehen sehr
einfach von der Hand und so treten keinerlei Probleme auf. Für Probleme
sorgt leider die KI. Diese ist leider nicht besonders hoch. Die Gegner
stellen sich einfach nur dumm an, stehen massenhaft – lediglich als
„Kanonenfutter“ -in der Gegend herum und verschlechtert somit den
Gesamteindruck ungemein. Schade ist auch, dass ihr bereits nach
ungefähr acht Stunden das Spiel durchgespielt habt. Dabei stellen
selbst die höheren Schwierigkeitsgrade kein besonderes Hindernis dar.
Zu den besten Features dieses Spiels zählt eindeutig der Leveleditor.
Dieser ist nicht nur sehr einfach zu bedienen, sondern gibt dem Spieler
auch die Möglichkeit die erbauten Levels über XBOX Live zu spielen.
Schon nach sehr schneller Zeit kriegt man richtig schöne Maps zu
Stande, und so hat man durchaus im Multiplayer Modus - zumindest was
den Umfang betrifft - eine extreme Langzeitmotivation.
Technik:
Auf den ersten Blick ist die Optik mehr als zufriedenstellend. Die
Sichtweiten sind überwältigend, die Texturen sind farbenfroh und
detailliert und die Charaktere schön animiert. Doch was ist mit der
Framerate? Genau! Da haben wir das Problem! Denn nicht selten hakt das
Game ganz mächtig! Damit meine ich nicht leichte Aussetzer, sondern
jene von der schweren Sorte! Das gesamte Spiel scheint sich für
Bruchteile von Sekunden eine Auszeit zu nehmen. Das hat mich persönlich
manchmal derart gestört, dass ich am liebsten das Game endgültig
komplett beendet hätte. Doch so komisch das auch klingen mag: nach
einiger Zeit gewöhnt man sich fast daran! Enttäuschend ist es allemal.
Schade.
Der Sound ist den Entwicklern zum Glück gelungen. Auch wenn das Ganze
mehr als ausbaufähig ist, bin ich zufrieden. Ein bombastisches
Sounderlebnis wie man es von Shootern erwartet ist jedoch leider nicht
vorhanden. Atmosphärisch fehlt da einfach was! Die Soundeffekte wirken
einfach viel zu mager.
Wenigstens ist die musikalische Untermalung gut gelungen und wertet die
Atmosphäre etwas auf. Die Synchronisation ist leider alles Andere als
das Gelbe vom Ei – wenig talentierte, ambitionierte Sprecher - aber das
kennen wir ja leider schon aus vielen anderen Games.
Der Mehrspielermodus:
Ein durchaus positiver Aspekt dieses Shooters ist eindeutig der
Multiplayer Modus. Hier ist wirklich alles dabei, was das Spielerherz
begehrt. Du kannst per Splitscreen mit einem Kumpel kooperativ zocken -
oder einfach auf Multiplayermaps Bots ins Pixeljenseits schicken.
Selbstverständlich kann auch via Systemlink gespielt werden. Hier
kannst du dir mit insgesamt bis zu 16 Spielern packende Duelle liefern.
Live sieht das Ganze dann ähnlich aus. Maximal 16 Spieler können an dem
Spektakel teilnehmen. Die obligatorischen Spielmodi wie „Capture the
Flag“, „Team/Deathmatch“ stehen hierbei zur Verfügung. Ebenso können
neue Level herunterladen werden. Des weiteren ist auch eine Statistik
vorhanden, die automatisch erstellt wird. Lags treten selten auf – das
Spiel läuft sehr flüssig, nur Mitspieler sind leider meistens etwas rar
- aber das Problem tritt ja bei vielen Livetiteln auf.
Fazit:
Du hast Lust auf einen First-Person-Shooter - Halo 2 hängt dir zum Hals raus?
Du legst keinen großen Wert auf Innovationen dafür aber auf einen guten Livesupport?
Dann dürfte Pariah das richtige Spiel für dich sein. Falls du aber
einen technisch perfekten Shooter erwartest, bist du hier eindeutig
falsch.
Positiv zu erwähnen ist noch das unschlagbare
Preis/Leistung-Verhältnis. Bereits als Pariah auf den Markt kam, war es
schon für unter 40 Euro zu haben. Das ist, zumindest in meinen Augen,
ein mehr als fairer Preis. Wie man allerdings am Text erahnen kann ist
Pariah alles andere als ein Halo-Killer geworden. Ein gutes Spiel ist
es aber allemal.
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