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Lange haben alle Fans darauf gewartet. Am 11.06. war es in Deutschland endlich soweit. Thief: Deadly Shadows, der dritte Teil der äußerst beliebten, hierzulande bisher unter "Dark Project" bekannten Games-Reihe ist erschienen. Eine neue Grafikengine, EAX-Sound, eine deutlich verfeinerte KI und eine mindestens ebenso spannende Story um Heiden, Hammeriten und Hüter wie in den beiden Vorgängerteilen, soll Garrett zum Erfolg führen. Ob dies gelingen kann, oder der neueste Diebeszug nur ein kalter Aufguß der ist, wird sich zeigen.


Grafik

Optisch überzeugt das Spiel in ganzer Länge. Besonders die Licht- und Schatteneffekte sind ein Hingucker. Lichtquellen sorgen für realistische Schattenwürfe und noch nie wurde so viel Wert auf dieses schöne Detail gelegt. Eine Anzeige gibt an wie stark wir im Moment zu sehen sind. Sind wir tief in einem Schatten sind wir nahezu unsichtbar. Ion Storm hat sogar darauf geachtet das der Schatten flackert wenn sich sogar die Lichtquelle bewegt. Selbst Spiele wie Splinter Cell sehen nicht besser aus. Aber auch das Leveldesign wurde gut überdacht. So macht es auch immer wieder Spaß durch die komplexen Städte und Gebäude zu rennen. Alles wirkt sehr detailliert, realistisch und in einem Guss dargestellt. Hinzu kommen tolle Texturen die alles gut wiedergeben. Ein wenig stört nur das Aktionsmöglichkeiten mit blauer Farbe eingefärbt sind. Zumindest erkennt man sofort wo unser Held was machen kann. Leider bricht die Framerate ab und zu ein wenig ein, wenn optisch zu viel geboten wird. Eine Tatsache die ein wenig stört.

Sound

Der Sound ist ebenfalls erstklassig. Sehr viele Geräusche und Soundtracks wird man zu hören bekommen die alle zu der Situation passen. Schade ist dann auch, dass wir keine deutsche Sprache spendiert bekommen haben. Gespräche hört man zwar mit guten Sprechern, aber leider nur in englischer Sprache. Man bekommt den deutschen Text mitgeliefert, aber da man sich nicht gleichzeitig bewegen und den Text lesen kann steht die Figur oft herum. Der Sound spielt eine sehr wichtige Rolle in dem Spiel. Wachen werden misstrauisch, wenn sie uns hören und wir können anhand von Geräuschen erkennen ob sich Garret nähert.

Gameplay

Die Steuerung ist ebenfalls sehr gut gelungen. Der Spieler bewegt sich angenehm und sicher durch die Levels und alle Aktionen lassen sich wie selbstverständlich ausführen. Thief: Deadly Shadows hat auch noch unterschiedliche Schwierigkeitsgrade. Da der Spieler aber zu jederzeit speichern kann ist jeder Schwierigkeitsgrad angemessen. Garret kann man in der First oder in der Third-Person-Perspektive spielen. Da ihr zwischen beiden Ansichten jederzeit wechseln könnt, wird wohl jeder Spieler beide Perspektiven nutzen. Meistens bewegt man sich aber in der Third-Person-Perspektive da ihr hier Entfernungen besser einschätzen könnt. In bestimmten Situationen bietet sich dann die First-Person-Perspektive an. Beim Schlösser knacken wird automatisch in die First-Person-Perspektive gewechselt. Schlösser öffnet ihr nach einem schon bekannten Prinzip, indem ihr die richtige Richtung erwischen müsst um eine Verriegelung zu knacken. Die Schlösser unterscheiden sich jedoch nur in ihrer Komplexität. Je dicker ein Schloss ist desto mehr Verriegelungen muss der Spieler überwinden. Das bedeutet vor allem, dass man mehr Zeit aufwenden muss um eine Tür zu knacken. Entdecken uns Wachen wird es schnell ungemütlich. Daher versucht man die Schatten und dunklen Ecken im Spiel auszunutzen. Natürlich muss man ständig darauf achten wie sich die Wachleute verhalten. Kleine Pausen und die Blick- bzw. Laufrichtung sind ideale Anhaltspunkte um ungesehen an den Feinden vorbei zu schleichen. Ihm stehen aber auch viele Hilfsmittel zur Verfügung mit denen er sich das Leben einfacher machen kann. Fackeln oder Feuer die Licht erzeugen darf man mit Wasserpfeilen löschen. Kerzen hingegen macht man ohne Hilfsmittel aus. Wachen können durch Lärmpfeile ablenken. Jeder Untergrund gibt ein anderes Geräusch ab. Es gibt somit auch Böden die er kaum ohne Lärm zu machen betreten kann. Natürlich hat der Spieler auch Pfeile mit denen er Gegner töten kann. Mit den Breitkopf-Pfeilen schaltet Garret Feinde schnell aus. Außerdem besitzt unser Handlanger Gaspfeile die beim Aufprall Giftgas freisetzen. Bei den Handwaffen dürfen wir auf einen Knüppel zurückgreifen der ebenfalls betäubt, oder einen Dolch benutzen der tötet. Warum man eher betäuben sollte wird schnell klar wenn eine Wache zum ersten Mal eine Blutlache entdeckt. Geschieht dieses wird sofort Alarm geschlagen. Das gleiche gilt für Leichen die gefunden werden. Somit muss man auch zusehen, dass ein Körper aus dem Weg geschafft wird. Dunkle Ecken bieten sich hierfür sehr gut an. Das war aber noch nicht alles, denn dem Spieler stehen noch weitere Objekte zur Verfügung. Mit einer Blitzbombe kann man Verfolger so blenden das sie nicht mehr sehen wohin der Meisterdieb hinläuft. Mit einer Gasbombe betäubt man gleich ganze Gruppen und mit einer Mine werden Feinde ausgeschaltet die über diese laufen. Man kann seinen Alten Egos Gesundheitsleiste mit Heiltränken wieder aufbauen. Mit einer Ölflasche darf der Spieler dann noch eine Öllache ausbringen die er anschließend mit einem Feuerpfeil anzünden muss und untote Gegner haltet er so mit Weihwasser auf.

Story

In Thief: Deadly Shadows schlüpft der Spieler wie gewohnt in die Rolle von Garrett, einem Meisterdieb, der in einer düsteren und Unheil verkündenden Metropole seinen zweifelhaften Geschäften nachgeht. Wenige kennen sein wahres Gesicht, denn er wurde noch nie gefangen genommen. Unser Held ist ein Einzelgänger der im Dunkel der Nacht, in den Häusern der reichen Bürger, nach lohnenden Beutestücken und Geld sucht. Der Meisterdieb interessiert sich hauptsächlich nicht für das Leid der Menschen. Daher bestiehlt er jeden um sein eigenes Leben zu verbessern. Absolut jede Person ist in seinen Augen ein Opfer, solange diese pralle Taschen und Geldbeutel bei sich tragen. Die Stadt wird durch eine Stadtwache beschützt, die natürlich unbedingt Garret hinter Schwedischen Gardinen bringen möchte. Die Fäden in der Stadt ziehen die Hüter. Sie sind ein Geheimbund die jedoch Garrett gut kennt. Früher war er sogar für diese Gruppe tätig, bevor diese sich von dem Meisterdieb abwendeten. Nun prophezeien die Glyphen der Hüter das Erwachen einer unsagbar bösen Macht und den Beginn eines Zeitalters der Dunkelheit. Ein Name spielt in der Prophezeiung eine entscheidende Rolle ... Garrett. Nun wenden sich die Hüter in der Stunde der Not an ihren einstigen Schützling. Sie haben die Hoffnung das der Meisterdieb die Stadt vor der dunklen und ungewissen Zukunft bewahren kann. Noch ahnen die Hüter nicht das sich Garrett anschickt eines der dunkelsten und gefährlichsten Geheimnisse der Stadt zu lüften.

Fazit

Thief: Deadly Shadows ist insgesamt ein sehr gutes Spiel geworden. Die Diebestouren machen richtig Spaß und die Story ist eines der Stärken des Spieles. Man sollte sich aber bewusst sein das Thief: Deadly Shadows kein Splinter Cell im Mittelalter ist. Grafisch kann das Spiel natürlich auch überzeugen und bietet, im Gegensatz zu Deus Ex 2, sehr viel fürs Auge. Fans der Reihe und Spieler die auch gerne mal überlegt vorgehen wollen sind hier bestens aufgehoben!

 Facts
Publisher : EidosUSK : 12
Entwickler : Ion StormRelease-Date : 30.06.2004
Global Sound/Bild Steuerung XBOX-Live
Offline Players1
SystemlinkNein
Xbox ExklusivNein
THX Sound
Dolby 5.1Ja
TV-Format16:9
LenkradNein
Arcade StickNein
Light GunNein
Online MultiplayerJa
Content DownloadsNein
  


Bewertung
Gameplay : 86% Sound : 83% Grafik : 87% Steuerung : 89% Multiplayer : --%
Gesamt-Bewertung


Kommentar des Redakteurs
Nicht zuletzt waren es die tolle Grafik sowie der Sound, die mich begeistert haben. Thief III wurde mit sehr viel Liebe zum Detail entwickelt und überzeugt in ganzer Linie!

Review von: Janko Matysek

Erstellt am : 03.10.2004      Autor : OH          © EVO-X.DE & XBLIVE.DE
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