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Das erste Need for Speed erblickte Mitte der 90er das Licht der bunten Videospielwelt. Man setzte in vielen Bereichen neue Maßstäbe und es folgten viele weitere Teile. Vor allem die letzten Kandidaten zeigten sich abgenutzt und überholt. Nach 15 Jahren folgt nun der 15. Ausleger, bei dem man endlich in Richtung „back to the roots“ einschlägt. Der Fokus soll also wieder weg vom pseudo-coolen Undergroundracing, hin zum klassischen Rennspielspaß. Um dies zu erreichen, holten EA das britische Entwicklerstudio Slightly Mad Studios ins Boot, welche teilweise auch für GTR 2 and GT Legends verantwortlich waren und somit genügend Erfahrungen mitbrachten, was realistische Rennsimulationen betrifft.


Im überschaulichen Hauptmenü hat man die Auswahl zwischen einem Quick-Race-Rennen, Onlinerennen und natürlich dem Karriere-Modus. Letzterer ist dabei der Kern des Spiels. In knapp 170 Wettbewerben arbeitet man sich immer weiter nach oben, um an der „Need for Speed World Tour“ teilzunehmen. Dabei gilt es neben klassischen Modi wie in Runden-, Drift-Rennen und Zeitfahren auch Kopf-an-Kopf-Rennen, Hersteller-Rennnen und Ausdauer-Rennen zu bestreiten. Das wirklich motivierende an Shift ist, dass man nie umsonst über die Piste brettert, da nebenbei ein Bewertungssystem läuft, welches die eigenen Fahrkünste protokolliert. Dabei gibt es für faire Fahrmanöver Präzisionspunkte und für rapiade Aktionen, wie Gegner von der Straße zu schieben, erhält man Aggressionspunkte. Am Ende des Rennens werden die Punkte dem Konto gutgeschrieben, wobei man sich bis zu Stufe 50 hochleveln kann. Um neue Herausforderungen freizuschalten, gilt es Sterne zu sammeln. Diese erhält man zum einen durch die jeweilige Position, welche man einfährt und zum anderen durch kleinere Nebenmissionen, wie z.B. eine bestimmte Anzahl von Punkten zu erreichen oder 50% des Rennens auf der Ideallinie zu bestreiten.

Shift spielt sich einen Tick mehr wie eine Simulation als seine Vorgänger. Leider hapert es mitunter an der Genauigkeit, wenn man durch die Kurven manövriert – dies merkt man vor allem bei schnelleren Geschwindigkeiten. Meist reagiert das Vehikel zu spät und wenn man es dann einlenkt, kommt es hin und wieder dazu, dass man übersteuert und man sich querstellt. Auch ärgerich ist es, dass der fahrbare Untersatz unsteuerbar wird, wenn man mal mit einem Bein durch den Dreck fährt. Dann kommt der Wagen ins Schleudern und man crasht in die Seitenbegrenzung. Mit etwas Finetuning in den Optionen erhält man ein etwas berechenbareres Spielerlebnis, jedoch braucht es immernoch viel Fingerspitzengefühl. Mit Lenkrad hingegen spielt es sich besser, da präziseres Fahren möglich ist. Leider sind die ForceFeedback-Effekte kaum bis gar nicht vorhanden. Fast unspielbar sind die Driftevents: dort die richtige Geschwindigkeit und den korrekten Driftwinkel zu finden und beizubehalten sorgt für viel Frust.

Visuell ist ein Shift ein recht hübsches Stück Software. Strecken, Fahrzeugmodelle und das Beleuchtungssystem wissen zu beeindrucken. Besonders erfreulich ist, dass es nun endlich mit einer stabilen Framerate läuft. Vor allem die Cockpits sind mit viel Liebe zum Detail umgesetzt. Jede Kraft, die auf den Spieler einwirkt, wird direkt rückgemeldet. Egal, ob man beschleunigt, bremst, um die Kurven rast, Bodenwellen meistert oder in die Mauer fährt - dies wird alles sehr glaubhaft durch Wackeln und Neigen des Kopfes simuliert. Auch sehr schön ist es, dass das Cockpit unschärfer wird, je schneller man fährt. Durch diesen Effekt wird der Tunnelblick verstärkt. Weiterhin überzeugen die Animationen des Fahrers, wenn er durch die Gänge schaltet. Soundtechnisch gibt es gar nix zu bemängeln. Während des Rennens gibt es keine ablenkende Musik und vor allem die brachialen Motorensounds wissen zu beeindrucken. Das Schadensmodell ist akzeptabel. Es gibt zwar vordefinierte Schadenszustände an der Karosserie, welche recht authentisch aussehen, jedoch ist man weit von den Deformationsorgien entfernt, wie man es aus Dirt, Grid oder Burnout Paradise kennt.

Der Relaunch der Serie war das Beste, was NFS geschehen konnte, jedoch hat man nicht alles konsequent perfektioniert. Grafik, Sound, Umfang und die erwachsene Spielaufmachung überzeugen. Jedoch spielt es sich immer noch zu arcadelastig, was man vor allem an der schwammigen Steuerung und dem unrealistischen Fahrverhalten merkt. Wer allerdings Geduld und Nerven mitbringt, wird vor allem in der glaubwürdigen Cockpitansicht viel Spaß mit Shift haben.


Bewertung
Gameplay : 82% Sound : 91% Grafik : 86% Steuerung : 80% Multiplayer : 85%
Gesamt-Bewertung


Erstellt am : 09.10.2009      Autor : Robert Schmidt          © EVO-X.DE & XBLIVE.DE
GAME-FACTS
Publisher : Electronic Arts
Entwickler : Slightly Mad Studios
Release : 17.09.2009

Genre : Rennspiel
Player : 1
USK Einstufung

ab 6 Jahre
Homepage
Neef For Speed Website
Titel : Need for Speed: Shift      Publisher : Electronic Arts      Release : 17.09.2009
Titel : Need for Speed: Shift      Publisher : Electronic Arts      Release : 17.09.2009
Titel : Need for Speed: Shift      Publisher : Electronic Arts      Release : 17.09.2009
Titel : Need for Speed: Shift      Publisher : Electronic Arts      Release : 17.09.2009
Titel : Need for Speed: Shift      Publisher : Electronic Arts      Release : 17.09.2009
Titel : Need for Speed: Shift      Publisher : Electronic Arts      Release : 17.09.2009
Titel : Need for Speed: Shift      Publisher : Electronic Arts      Release : 17.09.2009
Titel : Need for Speed: Shift      Publisher : Electronic Arts      Release : 17.09.2009
Titel : Need for Speed: Shift      Publisher : Electronic Arts      Release : 17.09.2009
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