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Das Herzstück von Virtua Tennis 2009 ist nach wie vor der Karrieremodus, der hier den Namen World-Tour-Modus trägt. Hier kann der Spieler entweder einen weiblichen oder männlichen Charakter auswählen und ihn äußerlich nach belieben anpassen. Wichtig ist auch das Herkunftsland des Spielers zu bestimmen. Ist dies erledigt, kann es mit der Karriere auch schon losgehen. Wie auch schon bei den Vorgängern kann man in verschiedenen Minispielen Attribute wie Stärke, Zielgenauigkeit oder Volley trainieren oder auch Übungsmatches austragen. Das Ziel ist es aber, die Nummer 1 der Weltrangliste zu werden und die gelingt nicht nur durch hartes Training sondern auch durch siegreiche Turniere. Neben Einzelturnieren gibt es natürlich auch wieder Doppelturniere, die auch gemischt ausgetragen werden. Mit den Siegesprämien kann sich der Spieler dann eine neue Austattung wie Schläger oder Schuhe gönnen. Damit der erstellte Spieler sich nicht zu Tode spielt ist es auch ausgesprochen wichtig, dass er Pausen einlegt, schließlich muss sich die Energieleiste wieder füllen. Dies gelingt entweder durch kurze Pausen, einen Energydrink oder einen wohlverdienten, längeren Urlaub. Neben diesem Karrieremodus sind aber auch wieder die üblichen Verdächtigen vertreten. So kann man einzelne Turniere auswählen, genauso wie Einzelmatches oder einen Arcademodus. Ein ausführliches Tutorial erklärt Neuanfängern die Grundlagen des Tennis. Eine der größten Stärken dieses Spiels ist große Auswahl an Tennisprofis. Neben Roger Federer oder Rafael Nadal sind auch Legenden wie Boris Becker vertreten.
Virtua Tennis 2009 ist eines von wenigen Spielen, welche die neue WiiMotion+ Technologie unterstützen. Im Gegensatz zu anderen Spielen ist dieser Zusatz aber nicht zwingend erforderlich. Das Problem ist aber, dass die Steuerung dann sehr zu wünschen übrig lässt. Mit WiiMotion+ steuert sich Virtua Tennis 2009 tadellos und präzise, kein Vergleich zu dem Tennisspiel aus Wii Sports. Anders als bei WiiSports wird der Spieler nicht automatisch gesteuert, dass muss man hier mit Hilfe des Nunchuk selbst übernehmen. Im Mehrspielermodus nimmt Virtua Tennis 2009 so richtig an Fahrt auf. Offline werden Mehrspielerpartien mit bis zu vier Spielern ermöglicht. Und hierbei handelt es sich nicht nur um einzelne Tennismatches, sondern auch um viele Mini-Games aus der World-Tour. Sogar ein Onlinemodus ist im Spiel enthalten. Dieser ist an sich ziemlich spaßig, jedoch läuft er oft alles andere als flüssig und das altbekannte Freundescodes-Problem der Wii trübt den Gesamteindruck ein wenig.
Dass Wii-Spieler bei der Optik von Virtua Tennis 2009 einige Einschränkungen in Kauf nehmen müssen, war von Anfang an klar. Das hier dargebotene enttäuscht aber doch ein wenig. Die Stadien mitsamt dem Publikum sind ziemlich detailarm geraten und teils heftige Ruckeleinlagen mindern den Spielspaß. Immerhin sind die Modelle und Animationen der Spieler ganz gut gelungen. Insgesamt ist die Optik in Ordnung, man hat aber schon viel hübschere Sporttitel gesehen. Musikalisch greift Virtua Tennis 2009 Musikstücke aus den Vorgängern zurück. Der deutsche “Moderator” leistet eine solide Leistung, wirkt teilweise aber auch etwas lustlos. Richtig nervig ist hingegen das Gestöhne der männlichen Spieler, welches eher einem Gewürge gleich kommt.
Fazit: Insgesamt liefert SEGA mit Virtua Tennis 2009 ein gelungenes Tennisspiel ab. Der Karrieremodus ist umfangreich, das Angebot an lizensierten Tennisprofis lässt keine Wünsche offen und die Unterstützung von WiiMotion+ sorgt für eine unglaublich präzise Steuerung. Der Mehrspielermodus sorgt für viele unterhaltsame Stunden zu viert und technisch ist der Titel zwar fehlerhaft, aber immer noch zufriedenstellend. Tennisfans können zugreifen.
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