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Mitte des 22. Jahrhunderts gibt es eine große Forschungseinrichtung auf dem Mars. Auf dem roten Planeten werden wertvolle Rohstoffe gewonnen. Im Jahre 2145 verschwinden dort immer wieder Forscher und Soldaten, unerklärliche Unfälle häufen sich.


Ihr schlüpft in die Rolle eines einfachen Soldaten um diese rätselhaften Ereignisse aufzuklären. Mittels vorzeitlicher Artefakte einer untergegangenen Kultur, wurde in der Forschungeinrichtung  das Tor zur Hölle geöffnet. Und als Folge dessen, wird wird die Station von Dämonen und Bestien geradezu überrannt. Ihr übernehmt den Auftrag, diesen ALPTRAUM zu beenden.

Gameplay/Steuerung
Ihr beginnt das Spiel mit eurer Ankunft auf dem Mars. Nachdem ihr euch bei eurem Chef vorgestellt habt, besteht euer erster Auftrag darin, einen verschwundenen Forscher in den tieferen Ebenen der Station zu suchen. Kaum habt ihr den Kameraden gefunden, geht der Alptraum los. Die gesamte Station wird von einem ganzen Bestiarium gar schrecklicher Dämonen überrannt, die Soldaten werden reihenweise niedergemetzelt. Irgendwann seid ihr der einzige Überlebende außer einem hochrangigen Offizier, der vor kurzem zu Inspektionszwecken auf den Mars gekommen ist. Von ihm erhaltet ihr eure jeweiligen Missionsziele, die erstmal hauptsächlich darin bestehen, zu überleben…


Schockmomente
Doom3 ist voll von "Herzattacken", es vergeht nie eine lange Spielphase in der ihr nicht von lauernden Biestern hinter Türen oder lauernden Zombies attackiert werdet. Das Spiel ist darauf ausgelegt, euch eine Heidenangst einzujagen. Das kann sogar soweit gehen, das ihr Hemmungen bekommt einen neuen Raum zu betreten oder gar bloß eine Tür zu öffnen.

Atmosphäre
Die allgegenwärtige Dunkelheit spielt natürlich auch bei der Erzeugung der nervenzerfetzenden Gruselatmosphäre eine große Rolle. Hinzu kommt die verstörende Geräuschkulisse. Anfangs hört ihr über Funk die verzweifelte Kommunikation der Soldaten mit, immer wieder ertönen unmenschliche Schreie aus benachbarten Räumen. Im Spielverlauf verändert sich die Umgebung auf beunruhigende Weise: Schleifspuren aus Blut ziehen sich über den Boden, Leichenteile liegen herum, Pentagramme und Schmierereien (natürlich aus Blut) bedecken die Wände, Kerzen wurden für irgendwelche Rituale aufgestellt. Aus Rissen in den Wänden quellen glibberige, organisch wirkende Gebilde hervor, die widerliche Geräusche von sich geben. In dunklen Ecken ertönt plötzlich Schlurfen und Stöhnen und ihr wisst: gleich knallt es wieder… Dass diese Atmosphäre euch in ihren Bann ziehen wird, werdet ihr daran merken, dass ihr beim geringsten Geräusch zusammenzucken und wild in alle Richtungen spähen werdet. Dieser Effekt wird denn auch weidlich ausgenutzt: Immer wieder mal fällt irgendwo eine Tonne oder so was laut scheppernd um – sonst passiert dann zwar nichts, aber ihr müsst erstmal euren Herzschlag wieder unter Kontrolle bringen.

Das Gameplay ist denkbar einfach. Es geht immer nur darum, den Ausgang zum nächsten Level zu finden, wozu Zahlencodes, Sicherheitskarten usw. benötigt werden, die man ebenfalls erstmal finden muss. Bis zum finalen Endgegner begegnet ihr mehreren Zwischen-Gegnern, die i.d.R. nur durch eine bestimmte Vorgehensweise zu besiegen sind. Diese Kämpfe tragt ihr in Arenen aus, die ihr nicht wieder verlassen könnt, bis der Boss besiegt ist, was sich bei dem einen oder anderen Zwischengegner als ziemlicher Frustfaktor erweisen kann.

Ein wichtiger Bestandteil des Gameplays ist euer PDA. Dieses nützliche Utensil tragt ihr immer mit euch herum. Darauf werden Zugangscodes, E-Mails, Sprachaufzeichnungen und Videoclips, die ihr findet, gespeichert. Über die Mails anderer Personen und die sonstigen Daten wird die Story weiterentwickelt, manche dienen aber auch einfach nur als atmosphärisches Element – so gibt es denn auch im 22. Jahrhundert noch Spam-Mails…

Gegner- und Waffentypen sind so abwechslungsreich, wie man es von einem Egoshooter erwarten kann. Die exotischste Waffe ist der Soul Cube, ein geheimnisvolles Artefakt, das man mit den Seelen getöteter Gegner aufladen kann und das jedes noch so starke Monster mit einem "Schuss" tötet.

Auch das Leveldesign ist insoweit abwechslungsreich, als es keinen Raum zweimal gibt. Dennoch hat man bald das Gefühl, alles schon einmal gesehen zu haben, Außenlevels gibt es praktisch nicht. Nur an einzelnen Stellen muss man mal von Luftschleuse zu Luftschleuse hetzen, wofür man kaum Zeit hat, weil der Sauerstoffvorrat begrenzt ist. Okay, einmal kommt man auch in die Hölle, und das Design dieser Umgebungen ist wirklich mal was anderes. Dieser Teil des Spiels ist zweifelsohne ein Highlight der grafischen Darstellung

Doom 3 ist für Einzelspieler gedacht. Der Multiplayer-Modus bietet nur wenige Maps, auf denen sich maximal vier Spieler tummeln dürfen.

Grafik/Sound
Die Geräuschkulisse ist also sehr wichtig für die Atmosphäre, und dementsprechend genial sind die Toneffekte ausgefallen. Das gleiche gilt für die Grafik. Doom 3 sieht auch im Vergleich zu anderen aktuellen Shootern sehr beeindruckend aus. Dynamische Licht- und Schatteneffekte (natürlich korrekt in Echtzeit dargestellt), unglaublich detailreich strukturierte Texturen, interaktive (!) Bedientafeln/Monitore mit gestochen scharfer Schrift, flackerndes Feuer, funkensprühende Leitungen, gewaltige und sich bewegende Maschinen sind eine Sache – die blutigen Überreste zerfetzter Körper eine andere. Das komische aus den Wänden quellende Zeug, das ich bereits erwähnte, ist besonders gut gelungen. Denn es quillt und fließt tatsächlich und hängt nicht nur einfach in der Gegend herum.

Achtet darauf, dass ihr wirklich allein seid, wenn ihr Doom 3 spielt – sollte euch mittendrin jemand ansprechen oder (noch schlimmer) etwa die Hand auf die Schulter legen, könnt ihr euch schon mal einen neuen Herzschrittmacher bestellen. Trotzdem ein Tip, folgt dem Rat der Entwickler:
Tür verschließen , Licht ausschalten und den Sound laut aufdrehen!
 Facts
Publisher : ActivisionUSK : 18
Entwickler : ID SoftRelease-Date : 06.04.2005
Global Sound/Bild Steuerung XBOX-Live
Offline Players4
Systemlink4
Xbox ExklusivJa
THX Sound-
Dolby 5.1x
TV-Format-
Lenkrad-
Arcade Stick-
Light Gun-
Online Multiplayer4
Content DownloadsJa
  


Bewertung
Gameplay : 95% Sound : 93% Grafik : 92% Steuerung : 95% Multiplayer : 85%
Gesamt-Bewertung


Kommentar des Redakteurs
Doom 3 ist ein astreiner, anfangs extrem spannender und spaßiger Egoshooter, der als neue Grafikreferenz dienen kann. Es gibt aber zwei Kritikpunkte, die mich veranlassen, nicht die höchste Punktzahl zu vergeben. Zum einen wäre es schön gewesen, wenn man die Taschenlampe stets zusammen mit den Waffen verwenden könnte. Möchte man lieber die Waffe im Vorhalt tragen, ist man stellenweise praktisch blind.
Erstellt am : 24.07.2005      Autor : Michael Schwarzmeier          © EVO-X.DE & XBLIVE.DE
PACKSHOT
         
         
         
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